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Naturkunde

18.04.2015

Die natürlichen Helfer im Englischen Garten

Aufmerksames Lauschen für die Kräuterexpertin: Edeltraud Mayer erklärt, dass heimische Kräuter nicht nur heilen, sondern auch schmecken.
Bild: Vhs

Bärlauch, Brennnessel, Giersch: Eine Wildkräuterwanderung zeigt, wo sie wachsen und wie sie wirken

Es wird erzählt, dass Bären nach dem Winterschlaf bärenhungrig ihre Höhle verlassen und als erstes Bärlauch fressen, um damit Magen, Darm und Blut zu reinigen. Bärlauch ist ein guter Helfer zur Körperentschlackung, während Brennnessel, Giersch und Scharbockskraut kulinarische und volksmedizinische Vorzüge genießen.

Um mehr über die Wirkung der Wiesen- und Waldpflanzen zu erfahren, gehen 45 Teilnehmer auf Wildkräuterspaziergang durch den Englischen Garten, angeboten von der Volkshochschule Neuburg, der BayernTourNatur und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Expertin Edeltraud Mayer kommt direkt auf den Bärlauch zu sprechen: „Vom Bärlauch verwendet man die Blätter zum Beispiel für Pesto, die Knospen werden wie Kapern eingelegt. Die Samen schmecken wie Pfefferkörner.“ Schon die Römer erkannten die Heilwirkung bei Arterienverkalkung und Bluthochdruck. Sobald die Blätter gelb werden, haben sie jedoch keine Wirkung mehr.

Die Brennnessel wächst bis in den Herbst hinein. Am besten schmecken die jungen Spitzen. „Ob in Butter angeröstet, in Wildkräutersuppe, im Spätzleteig oder als Tee getrunken: die ideale Pflanze für eine Frühjahrskur“, erklärt Mayer.

Ulrich Mayer von der LBV-Kreisgruppe erklärt die typische Vielfalt des Auwaldes an Pflanzen und Tieren. Anhand der heimischen Vogelarten – wie Mittelspecht und Halsbandschnäpper – zeigt er auf, wie wichtig der Erhalt des Auwaldes ist. Zum Abschluss gab es einen Brunch im Freien: Bärlauchgebäck und Wildkräuteraufstriche – samt Rezepten für Zuhause.

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