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Neuburg

21.01.2021

Drogeriemarkt Müller will am Südpark in Neuburg bauen

Ein Magnet für jede Innenstadt ist der Müller Drogeriemarkt. Das ist in Neuburg nicht anders – und daran soll sich zunächst auch nichts ändern.
Foto: Szilvia Izso

Plus Die Drogeriemarktkette hatte auch Interesse, einen Teil des Häuserkomplexes der VR-Bank am Schrannenplatz in Neuburg in Gewerbeflächen und Wohnungen umzubauen. Dafür wird nun weiter ein Investor gesucht.

Ein Spaziergang durch die Neuburger Innenstadt vermittelt derzeit ein überaus tristes Bild. Einzelhändler und andere, selbstständige Gewerbetreibende stehen mitunter mit dem Rücken zur Wand. Mit Christa Sutor und ihrem „C & F Moden“-Geschäft in der Färberstraße gibt es ein erstes Lockdown-Opfer. In dieses düstere Bild reiht sich diese Nachricht ein: Auch der dritte, hoffnungsvolle Anlauf, den Komplex der VR-Bank Neuburg-Rain am Schrannenplatz zu entwickeln, ist gescheitert.

Ernsthaftes Interesse hatte der Drogeriemarkt Müller gezeigt. Wie Vorstandsvorsitzender Werner Halbig mitteilt, seien die Verhandlungen mit den Vertretern des Unternehmens aber schließlich im Sande verlaufen. Der Müller Drogeriemarkt ist am Schrannenplatz in seiner eigenen Immobilie bereits seit vielen Jahren ein zuverlässiger Anziehungspunkt für die Innenstadt. Er hätte im leer stehenden Bankhaus, dem Hauptkomplex der drei nebeneinander liegenden Immobilien der VR-Bank entlang des Schrannenplatzes, sein Angebot erweitern und Wohnungen bauen wollen. Auch mit Oberbürgermeister Bernhard Gmehling hatte es bereits mehrere Treffen gegeben. Dabei ging es darum, wie viel Gewerbefläche an dieser Stelle verwirklicht werden könnte.

An diesem Standort entlang des Eternitweges gegenüber dem Opel-Autohaus Böttcher (rechts) soll am Südpark der neue Drogeriemarkt Müller entstehen.
Foto: Winfried Rein

Warum aus dem Vorhaben letztlich nichts geworden ist, lässt sich nur vermuten. Ein Grund könnte sein, dass die VR-Bank das Grundstück nicht verkaufen, sondern, wie berichtet, nur auf Erbpacht zur Verfügung stellen würde. Ein zweiter wäre womöglich, dass die Genossenschaftsbank Wert darauf legt, dass es für die weitere Nutzung ihrer Gebäude ein Gesamtkonzept gibt, wie Halbig in der Folge noch erläutert.

Wie aus verlässlichen Quellen verlautet, plant die Drogeriemarktkette mit Hauptsitz in Ulm nun jedenfalls am Südpark einen Neubau. Entstehen soll dieser in der Verlängerung des Eternitweges gegenüber dem Autohaus von Opel Böttcher, also zwischen dem Obi-Baumarkt und Kartoffel Koch. Sein Geschäft am Schrannenplatz soll Müller zunächst parallel dazu weiterführen wollen. „Für uns wäre es natürlich extrem wichtig, dass er dort bleibt“, betont Oberbürgermeister Gmehling. Müller sei ein Magnet für die Innenstadt Neuburgs, wo es zurzeit gerade „extrem mies“ für die Einzelhändler laufen würde.

Die VR Bank Neuburg-Rain sucht für ihren Komplex am Schrannenplatz in Neuburg weiter nach einem Investor.
Foto: Manfred Rinke

Was nun aus den Immobilien der VR-Bank gegenüber wird, ist weiter offen. Vor bereits über sechs Jahren waren die Planungen für ein neues Bankgebäude gescheitert. Vor eineinhalb Jahren musste die Genossenschaftsbank auch ihr Vorhaben begraben, einen für mehr als 22 Millionen Euro neu gebauten Gesamtkomplex mit einem Innenstadthotel und Einzelhandelsgeschäften zu füllen. Und nun wird auch aus einem dritten, für die Innenstadt Neuburgs verheißungsvollen Projekt nichts.

Die Bank sei, wie Werner Halbig betont, für jede Idee zugänglich, die die Stadt an dieser Stelle vorwärts bringt. Nach wie vor gebe es auch Kontakte zu weiteren Interessenten. „Aber Corona und die mit der Pandemie zusammenhängenden Einschnitte machen die Lage schwierig“, sagt der Bankvorstand. Jeder würde derzeit abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Nicht außer acht gelassen werden dürfte, dass es in der jetzigen Situation auch für die Bank selbst noch andere, wichtige Themen gebe.

VR-Bank Vorstandvorsitzender Werner Halbig.
Foto: VR Bank

Grundsätzlich suche die VR-Bank Neuburg-Rain einen Investor, der eine Gesamtlösung für den Gebäudekomplex anbieten kann. Eine bruchstückweise Umsetzung nach dem Motto „Ich fang’ jetzt mal damit an, dann sehen wir schon weiter“, werde es laut Halbig nicht geben. Wobei natürlich klar sei, dass ein Großprojekt wie das am Schrannenplatz nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könne. „Aber wir wollen wissen, wann was am Ende herauskommen soll“, verdeutlicht der Banker.

Und es gebe, erzählt er, unter den Interessenten durchaus auch andere Überlegungen als den Einzelhandel an dieser Stelle. Was genau damit gemeint ist, behält er noch für sich.

Dazu gibt es den Kommentar von Manfred Rinke: "Es wäre ein herber Schlag"

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