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Ehekirchener Hochzeitsfest

02.09.2018

Ehekirchen: Eine Spielwiese für echte Dorfburschen

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4 Bilder
Gut angesaugt ist halb geleert. So funktioniert das Prinzip der „Ehekirchener Trinkhilfe“.
Bild: Peter Maier

Bierkasten stapeln, Wasser schöpfen, Maßkrug leeren – welche Gruppe beim Ehekirchener Dreikampf am Ende des "Gmoa-Dog" die Nase vorne hatte.

Ein Oktoberfest im Kleinformat mit einem 100-Liter-Fass steht am Ehekirchener Bauwagen an. Denn beim 36. Ehekirchener Hochzeitsfest gewann die Mannschaft „Bauwong Ehküra“ beim „Gmoa-Dog“ den Ehekirchener Dreikampf und sicherte sich damit einen Hektoliter Unterbaarer Bier. Zunächst aber musste Bürgermeister Günter Gamisch sein „Bierschlegelchen“ schwingen, um das erste Fass anzuzapfen. Dies gelang ihm nicht ganz trocken. Zusammen mit Politprominenz und Ehrengästen stieß das Gemeindeoberhaupt mit der ersten Maß auf ein gelungenes Ehekirchener Hochzeitsfest an. Dazu begrüßte Günter Gamisch Gäste aus den thüringischen Gemeinden Bodelwitz, Pillingsdorf und Zwackau. Besonders ehrte Günter Gamisch aber Josef Rankl, den Leiter des Servicecenters beim Münchner Flughafen, für die Durchführung der Fundsachenversteigerung und einer Spende von 1500 Euro für die örtlichen Vereine. Auch Schirmherr Paul Bruglachner erhielt eine Ehrung mit Geschenk.

Alle vier Jahre findet das Ehekirchener Hochzeitsfest statt

Dann hatte Moderator Klaus Benz mit flinker Zunge das Wort. Erste Disziplin war „Bierkästen stapeln“. Neun Mannschaften traten gegeneinander an. Dabei schafften es die Schützen aus Walda als erstes Team, alle 20 Kästen unfallfrei zu stapeln. Mit ihnen zogen der Burschenverein Ehekirchen, der „Bauwong Ehküra“, die Marktkapelle und die Betriebsmannschaft von Bichlmair-Landtechnik aus Holzkirchen in die nächste Runde ein. Diese Disziplin umschrieb Klaus Benz kultiviert mit „Ehekirchener Trinkhilfe“. In einer Maß Bier steckten vier Schläuche, an denen vier trinkfeste Burschen anziehen mussten. Auch den Rest, das sogenannte „Noagala“, galt es zu verwerten, indem die Teilnehmer einen Trichter in den Mund bekamen, durch den der Rest nachgeschüttet wurde. Dabei unterstrich der „Bauwong Ehküra“ seine Favoritenrolle in 9,2 Sekunden.

Vom Maßkrug in den Trichter in den Schlund – so wird das „Noagala“ entsorgt.
Bild: Peter Maier

Das „Hochzeitsfest-Wasserspiel“ sollte schließlich die Entscheidung bringen. Vier „Plantscher“ saßen auf einer Bank, vor ihnen ein Eimer voll mit Wasser. Nun galt es, einen Nachttopf zu füllen und über Kopf zum letzten Mann des Quartetts zu transportieren, der das verbliebene Wasser in einen anderen Eimer leert. Die Mannschaft der Blaskapelle Ehekirchen entschloss sich, für diese Disziplin im bajuwarischen Chippendales-Outfit, also mit nackten Oberkörper, anzutreten. Am Ende reichte es für Platz zwei, hinter den Bichlmaier-Landtechnikern.

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Das ganze Wochenende stand im Zeichen des Ehekirchener Hochzeitsfest

Damit stand fest, dass die Blaskapelle gegen den katholischen Burschenverein das „kleine Finale“ bestreiten durfte und der „Bauwong Ehküra“ gegen Landtechnik Bichlmaier um den Sieg kämpfte. Dabei mussten die Mannschaften erneut ihre Künste im „Bierkästen stapeln“ zeigen. Den dritten Platz und damit 50 Liter Bier holte sich die Blaskapelle Ehekirchen, die alle 20 Bierkästen in die Höhe brachte. So hoch hinaus mussten die „Bauwong-Stapler“ in Endspiel gar nicht, denn der „Bichlmaier-Turm“ stürzte vorzeitig ein. 100 Liter Bier blieben deshalb in Ehekirchen und 80 Liter gingen nach Holzkirchen.

Einen Pokal als Sonderpreis des Moderators überreichte Klaus Benz an die Schützen aus Walda, weil sie als erste alle 20 Kästen zum „schiefen Turm von Pisa“ unfallfrei gestapelt hatten.

 

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