1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Ein Paradies für Kinder in Karlshuld

Karlshuld

22.01.2020

Ein Paradies für Kinder in Karlshuld

Karin Naumann und Bürgermeister Karl Seitle am Kicker der Hortkinder. „Ein echter Hit“, freut sich die Leiterin.
Bild: Norbert Eibel

Plus Die neue Einrichtung der Karlshulder Kindertagesstätte St. Ludwig lädt am Sonntag Besucher ein. Damit kann das teuerste Bauprojekt in der Gemeinde aufwarten.

Karin Naumann strahlt. Die Leiterin steht im Personalraum, dem pädagogischen „Herzstück“ im nagelneuen Haus für Kinder der Kindertagesstätte St. Ludwig, und weist auf die lange, bestuhlte Tischreihe in der Mitte. „Das ist unsere Arbeitszentrale.“ Das deplatzierte Klischee der Kindergartentanten sei völlig überholt.

„Wir haben einen Bildungsauftrag und nehmen unsere pädagogische Arbeit sehr ernst“, betont sie. In dem lichten Raum mit bodentiefen Fenstern organisiert seit Kurzem ein 20-köpfiges Team aus Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und pädagogischen Fachkräften das Wohl der 108 Mädchen und Buben im Karlshulder Haus für Kinder. Noch gibt es etliche Provisorien, doch bis Sonntag sollen die Baustellen im Gebäude verschwunden sein. Zum Tag der offenen Tür kann am 26. Januar von 14 bis 16 Uhr erstmals ein breites Publikum die neue Einrichtung mit Krippe, Kindergarten und Hort besichtigen.

Das Haus für Kinder ist ein Paradies für Kinder

Das Haus für Kinder, zählt Bürgermeister Karl Seitle beim Ortstermin auf, ist das mittlerweile fünfte Gebäude in Karlshuld für Kinderbetreuung. Es gibt drei Krippen, zwei Kindergärten und zwei Horte in der Gemeinde – die neue Einrichtung ist die bislang teuerste. Acht Millionen Euro hat die Kommune in das Bauprojekt investiert. Der Neubau wird per Erdwärme beheizt. Das moderne, lichte Gebäude in nachhaltiger Massivholzbauweise auf rund 1500 Quadratmetern besticht durch eine großzügige Architektur mit langen Fluren, die nicht nur Rettungsgänge, sondern auch perfekte Spielbereiche für die Kinder seien, so Karin Naumann. „Das Konzept ist, wir arbeiten teils offen. Die verschiedenen Gruppen sind zeitweise füreinander auf, damit Krippen- und Hortkinder sich gegenseitig besuchen können. Und das wird von den Kleinen sehr gerne angenommen und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.“ So habe man nicht nur die Gruppenräume, sondern könne ganz gezielt die Flure als Aufenthaltsbereiche nutzen. Dieses Konzept setze sich im Außenbereich fort. Jede Altersgruppe habe ihren eigenen Spielbereiche, die durch Zäune voneinander getrennt, aber durch Türen verbunden seien. Nachhaltigkeit werde auch bei der Ausstattung großgeschrieben, ergänzt Karin Naumann. So habe man keine Stapelboxen aus Plastik angeschafft, sondern Filztaschen.

Ein anderes Herzstück der Einrichtung ist die neue Großküche. 400 bis 500 Mahlzeiten pro Tag werden dort von vier Küchenhilfen für die Kindertagesstätte, die Mittagsbetreuung der benachbarten Maurus-Gerle-Schule und Ganztagsklassen zubereitet. Die Essen werden vorgegart sowie tiefgekühlt geliefert und täglich frisch zubereitet.

Auch die Außenanlagen werden ein Paradies für Kinder

Vor dem Gebäudekomplex gibt es Parkraum für 50 Fahrzeuge, „damit die Kinder sicher aussteigen können“, wie Bürgermeister Karl Seitle betont. Draußen wird auch nach dem Sonntag noch weiter gearbeitet. Die Außenanlagen sollen bis April fertiggestellt sein. Dort entstehen neben Sandspielplätzen und einer Begrünung ein Kunstrasenplatz, auf dem sich vor allem die Hortkinder bei allen möglichen Ballspielarten austoben können.

Noch sorgen die Handwerker im Haus für Kinder für den letzten Schliff.
Bild: Norbert Eibel

Voll belegt hat das Haus für Kinder eine Kapazität von rund 130 Plätzen. Das müsste jetzt eine Zeit lang reichen“, glaubt der Rathauschef. „Mit den Krippenplätzen sind wir ganz gut aufgestellt“, ergänzt Karin Naumann. Probleme gebe es eher, qualifiziertes Personal zu finden. „Der Fachkräftemangel nimmt dramatische Ausmaße an. Wir haben deshalb immer Interesse an Praktikanten“, die an einer Ausbildung interessiert sind.

Besucher können am Tag der offenen Tür die Räume besichtigen und sich darüber hinaus über die pädagogische Arbeit in der Einrichtung informieren. Zudem, darauf weist die Leitung hin, besteht am Sonntag die Möglichkeit, ausgefüllte Anmeldeunterlagen abzugeben. Der Elternbeirat bietet den Gästen außerdem Kaffee und Kuchen zur Stärkung an.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren