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Pendler

01.04.2015

Ein ständiges Hin und Her

Die Region ist mit Arbeitsplätzen gesegnet. Trotzdem müssen viele Berufstätige täglich in das Auto, den Bus oder den Zug steigen, weil sie ihren Job außerhalb haben. Wie das Verhältnis in der Stadt und den Landkreisen ist

Die räumliche Mobilität von Arbeitskräften gilt als ein wichtiger Mechanismus, um regionale Unterschiede zwischen der Arbeitskräftenachfrage und dem Arbeitskräfteangebot auszugleichen.

Neben beruflich bedingten Umzügen umfasst sie auch das Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsort. Im Vergleich zu Wanderungen von Arbeitskräften fällt die Zahl der Pendler deutlich höher aus. „Insgesamt ist die Pendelmobilität über die Jahre immer weiter gestiegen und auch die Distanzen, die Pendler zurücklegen, haben zugenommen“, erklärt Peter Kundinger, der Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Ingolstadt.

Nach den Ergebnissen der jüngsten Pendlerstatistik wohnten zum Stichtag 30. Juni 2014 etwa 195250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region 10. Das sind knapp 4600 mehr als ein Jahr davor und knapp 30000 mehr als am 30. Juni 2007.

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Noch deutlicher fiel die Steigerung bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen aus. Waren es 2007 noch knapp 157700, stieg die Zahl innerhalb von sieben Jahren um gut etwa 39300 auf knapp 197000, erklärt Peter Kundinger.

In Ingolstadt arbeiten täglich 95188 Beschäftigte sozialversicherungspflichtig. Ihren Wohnsitz haben hier aber nur 54771, was einem „Einpendlerüberhang“ von über 40000 entspricht. Mehr als 60 Prozent der Menschen, die im Stadtgebiet arbeiten, kommen also von auswärts. Gut 17300 Arbeitnehmer verlassen täglich das Stadtgebiet, bevorzugt Richtung Eichstätt (5711), Pfaffenhofen (2866) und nach München (2674).

Wesentlich anders stellt sich laut Arbeitsagentur die Situation im Landkreis Eichstätt dar: Hier wohnen gut 52000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, es arbeiten aber nur etwa 35400 in der Altmühlregion. Während gut 15800 Auswärtige zur Arbeit in den Landkreis pendeln, kommen ihnen täglich 32600 entgegen, die als Auspendler unterwegs sind; in erster Linie nach Ingolstadt (23452), Pfaffenhofen (1659), München (1262) und Neuburg-Schrobenhausen (1159).

Ähnlich sei die Situation im Kreis Neuburg-Schrobenhausen. Während dort knapp 38200 Beschäftigte ihren Wohnsitz haben, sind es auf den Arbeitsort bezogen knapp 7900 Menschen weniger. Täglich verlassen 18505 den Kreis (gegenüber 10559 Einpendlern), die meisten nach Ingolstadt (7817), Pfaffenhofen (2490) und München (1636).

Auf dem Areal des Landkreises Pfaffenhofen hatten am 30. Juni vergangenen Jahres gut 36100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ihren Arbeitsort, wohnhaft sind hier allerdings beträchtlich mehr, nämlich 50231. Gut 16300 Menschen passieren täglich die Landkreisgrenze, um in Pfaffenhofen und Umgebung zu arbeiten. Dem gegenüber stehen mit 30553 bald doppelt so viele Arbeitnehmer, die außerhalb beschäftigt sind und täglich in erster Linie nach Ingolstadt (9909), München (9775) und Freising (1892) zur Arbeit fahren. (nr)

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