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Neuburg

10.09.2019

Eindrucksvolle Marienverehrung beim Kahlhoffest

Feierlich ist das Kahlhoffest an der Kapelle „Maria im Gnadenfeld“.
Bild: Klaus Benz

Der Gottesdienst unter freiem Himmel zieht so viele Besucher an wie lange nicht. Und ein neues Gesicht wurde vorgestellt.

Die Organisatoren des traditionellen Kahlhoffestes ließen sich durch die Wetterprognosen nicht entmutigen. Der Altar wurde vor der Gnadenkapelle wie gewohnt aufgebaut, die Bänke aufgestellt und die Kirchenfahnen gehisst. Schon eine Stunde vor Gottesdienstbeginn trafen die ersten Gläubigen aus nah und fern ein und freuten sich auf die Festmesse, die sie zusammen mit Stadtpfarrer Herbert Kohler am Fest Mariä Geburt feiern durften.

Kohler zog mit dem Altardienst vom altehrwürdigen Bauernhaus zum festlich geschmückten Altar, begleitet von den „Rohrenfelser Musikanten“. Von dort begab sich später auch das erfreulich starke „KinderKirchen-Team“ zum gemeinsamen „Vaterunser“ zur Schar der Gläubigen. Nach seiner Begrüßung stellte der Seelsorger Michaela Hertl aus Augsburg-Pfersee vor, die ihre Ausbildung zur Pastoralassistentin in der Pfarreiengemeinschaft Neuburg St. Peter und Hl. Geist absolvieren wird. Der sympathischen Frau merkte man die Vorfreude auf die Zeit in Neuburg an und ein herzlicher Applaus machte ihr den Einstand leicht. Ihre Vorgängerin, Nadja Aberham aus Südtirol hat einen gesunden Jungen zur Welt gebracht und auch ihr galt der Gruß der Gottesdienstbesucher.

So viele Besucher wie lange nicht beim Kahlhoffest in Neuburg

Diese waren zahlreich gekommen; mancher aufmerksame Beobachter meinte sogar: „So viele waren es schon lange nicht mehr!“ Das allein hätte eine weitere Votivtafel in der Kapelle verdient mit der Aufschrift „Maria hat geholfen und die Regenwolken bis zum Mittag zurückgehalten“. Mit den Worten „Unser wichtigster Gruß gilt unserem Herrn Jesus Christus“ begann Stadtpfarrer Kohler den Gottesdienst. Er war erst am Tag vorher mit einer großen Gruppe von einer Reise aus Armenien zurückgekehrt. Es war so, als hätte sich mit dieser Pilgerfahrt und dem Kahlhoffest ein Kreis geschlossen, als der Geistliche einige interessante Eindrücke schilderte: „Die gläubigen Armenier sind begeisterte Marienverehrer. Die armenische Kirche ist eine von Klöstern geprägte Kirche. In den aus zwei bis drei Kirchen bestehenden Klöstern, die an wunderschönen Plätzen errichtet sind, befindet sich in der Regel immer ein Gotteshaus, das Maria geweiht ist.“ Die Kirchenbesucher in Armenien nehmen das Angebot an und suchen Fürsprache bei der Muttergottes.

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So wie unzählige Besucher dieser Gnadenkapelle. Bei Gottesdiensten, Andachten, Taufen, Ehe-Jubiläen oder ganz einfach bei der Einkehr als Pilger. „Ich bin unheimlich dankbar für diese Kapelle!“, sagte der Festprediger zum Abschluss. Es folgte die Messfeier mit passenden Liedern und Chorälen mit Schwerpunkt „Marienverehrung“. Bei der Verabschiedung bedankte sich der Geistliche bei allen Ehrenamtlichen, die erneut das Kahlhoffest organisiert haben. Vor allem bei der unermüdlichen Mesnerin Maria Felbermeir und ihrer Familie sowie bei Kirchenpfleger Alfons Felbermeir. In den Dank schloss der Seelsorger aber auch die Kirchenmusiker, den Altardienst und die Priester ein, die ihm zur Seite stehen. Nach dem Festgottesdienst standen die Gläubigen noch in lockeren Gesprächsrunden zusammen und einige freuten sich nach langer Zeit über ein Wiedersehen.

Kahlhoffest: Die Lichterprozession weicht einer Abendandacht

Am Nachmittag wurde zusammen mit Pater Josef eine Andacht gefeiert, bei der man religiöse Gegenstände segnen lassen konnte. Zu diesem Zeitpunkt setzte bereits andauernder Regen ein und so erlebten die Gläubigen zum Abschluss des Festtages statt der Lichterprozession eine besinnliche Abendandacht bei stimmungsvollem Kerzenlicht mit Kaplan Dominic Leutgäb in der Kahlhof-Kapelle.

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