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Neuburg

18.06.2017

Eine Stadt voller Spaßvögel

Die Clownsparade, allen voran Kerstin und Sepp Egerer, zog zusammen mit der Stadtkapelle durch die Neuburger Innenstadt.
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Die Clownsparade, allen voran Kerstin und Sepp Egerer, zog zusammen mit der Stadtkapelle durch die Neuburger Innenstadt.
Bild: Xaver Habermeier

In Neuburg trafen sich am Wochenende jede Menge Clowns. Es gab dabei zwar viel zu lachen, doch die Aktion hatte auch einen ernsten Hintergrund

Jonglage, Tricks, ein Hauch Magie, Mitmachmusik und vor allem jede Menge Spaß lagen am Wochenende in der Ottheinrichstadt bei Bayerns größtem Clown-Festival in Luft. Und zwar nicht nur beim Open-Air-Auftritt inmitten des Markttreibens auf dem Schrannenplatz. Die Neuburger Klinikclowns traten mit Gästen aus fünf Ländern an mehreren Orten auf, beispielsweise bei Kindern mit Handicap zuhause, im Zirkuszelt am Jugendzentrum sowie beim Sonntagsgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche. Überall bekamen Klein und Groß von den Clowns rote Nasen aufgesetzt und alle hatten zwei Dinge gemeinsam: leuchtende Augen und Spaß.

Am Freitag steuerten Clowns aus Sardinien, Schweden, Dänemark und England Neuburg an. „Wir freuen uns über namhafte Spaßmacher wie Deni Dennis, Ballon-Olè, Susi und Roberte Valdez“, schwärmt Neuburgs Chef der Klinikclowns, Sepp Egerer. Zusammen mit seinem achtköpfigen Team organisierte er das Clown-Festival, bei dem alle gratis mitmachten. „Wir zahlen lediglich die Anreise sowie die Hotelkosten“, erklärt Egerer. Das Geld kommt von den Spenden und mit den Auftritten wollen die Neuburger Klinikclowns den Leuten etwas Besonderes zurückgeben. Dazu schwärmten die Spaßvögel bereits am Freitag zu schwerkranken Kindern aus, die nicht in Kliniken, sondern zuhause vom Nachsorgeverein Elisa betreut werden. Weiter zauberten die Clowns kleinen Patienten in Kliniken ein Lächeln ins Gesicht. Am Samstag waren es Auftritte im Zirkuszelt am Jugendzentrum und als Besonderheit ein Besuch bei der Sonntagsmesse in der Heilig-Geist-Kirche. Am heutigen Montag steht ein Überraschungsauftritt bei der heilpädagogischen Schule an und am Dienstag ist Abreisetag. Was Sepp und seine Frau Kerstin noch herausstellen, waren Workshops. „Dabei durfte unser Nachwuchs mal so richtig mit Profis zusammenarbeiten“, sagt er und ist von einem nachhaltigen Effekt überzeugt. Nachhaltig war auch der Samstagvormittag für die Neuburger. Die 20 Clowns zogen als international besetzte Parade mit Pauken und Trompeten zusammen mit einem Ensemble der Stadtkapelle vom Oswaldplatz zum Schrannenplatz. Einige Passanten schlossen sich dem Umzug an und bildeten eine riesige Menschentraube um die Spaßvögel. Die falteten Luftballons zu lustigen Figuren, beeindruckten mit Zaubertricks, forderten zum Tanz und lustigen Spielchen auf. Sepp und Kerstin Egerer nutzten die Gelegenheit, über ihr Klinikclown-Projekt aufzuklären. „Uns gibt es seit 13 Jahren und seitdem sind wir jede Woche als Spaßmacher in der Kinderklinik unterwegs, um den Kranken sowie auch den Eltern und dem Personal ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, sagt Egerer. Sein Team besteht aus Ehrenamtlichen und ist auf Spenden angewiesen.

Die Neuburger Klinikclowns waren schon öfters international unterwegs, etwa im Krisengebiet Afghanistan oder bei an Thalassämie erkrankten Kindern in Sardinien. Die Mission „Lachen ist die beste Medizin“ ist dort genauso aufgegangen wie am vergangenen Wochenende in Neuburg.

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