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17.07.2010

Einst Staatssekretär, jetzt "elder statesman"

Die Replik einer alten Keramik, deren Original im Stadtmuseum steht, bekam das Geburtstagskind gestern Abend von OB Alfred Lehmann (rechts) überreicht. Hermann Regensburger wurde 70, der Stadtrat feierte den verdienten Kommunal- und Berufspolitiker bei einem festlichen Abendessen. Foto: Harald Jung
Bild: Harald Jung

Ingolstadt Eigentlich verleiht man dieses Prädikat nur Persönlichkeiten, die einmal im hohen Staatsrang standen. Für Ingolstadt jedoch ist auch ein ehemaliger Staatssekretär ein "elder statesman". Diesen Titel gestand jedenfalls OB Alfred Lehmann gestern Abend Ehrenbürger Herrmann Regensburger zu.

Dessen 70. Geburtstag feierte der Stadtrat mit einem Festessen im Restaurant des Stadttheaters. Viele Weggefährten - aber auch Widersacher - im langen Politikerleben des CSU-Mannes gratulierten gerne. Regensburgers prominenteste Aufgabe war das Amt des Staatssekretärs in der Ära des damaligen Innenministers Günter Beckstein.

Davor und daneben füllte er jede Menge weiterer politischer Positionen aus. 36 Jahre gehörte er allein dem Ingolstädter Stadtrat an, wo er lange Zeit die Fraktion der Christsozialen führte und laut Lehmann stets sachlich und fair, wenn nötig aber auch sehr hart diskutierte. Den politischen Gegner habe Regensburger stets ernst genommen, so der Rathauschef.

Herausragende Verdienste bescheinigte der OB dem Buchautor, Künstler und passionierten Redenschreiber für Starkbierfeste, was die Gründung des Landgerichts Ingolstadt und die Ansiedelung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Eichstätt in der Schanz anbelangt. Der Privatmann Regensburger engagierte sich aber auch noch beim Roten Kreuz, im Böhmerwaldbund, im Kreisverband der Gartler und bei noch rund 20 weiteren Vereinen und Verbänden.

Regensburger dankte "ganz besonders meinem großen Förderer Peter Schnell". Der Alt-OB habe ihn zur Politik gebracht und sei über Jahrzehnte treu zu ihm gestanden.

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