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Rohrenfels-Wagenhofen

03.10.2019

Energie und Internet aus einem Guss

Bürger aus Rohrenfels und Wagenhofen können sich kommenden Montag, 7. Oktober, über die Konditionen für einen kombinierten Erdgas-und Glasfaseranschluss informieren.
Bild: Erdgas Schwaben (Archiv)

In Rohrenfelser Ortsteilen soll Erdgas- und Breitbandanschluss verlegt werden. Infoveranstaltung am 7. Oktober im Sportheim in Wagenhofen.

Sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Neuburg in Rohrenfels. Im Hauptort und im Ortsteil Wagenhofen soll die Versorgungsinfrastruktur aufgemöbelt werden. Neben einer Erdgasleitung kommen auch Leerrohre für einen Glasfaseranschluss in den Boden. Interessierte Bürger können sich am Montag, 7. Oktober, bei einem Informationsabend im Sportheim Wagenhofen ein Bild von dem Angebot machen. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

Vergangenen Herbst hatte die Gemeinde bei Hausbesitzern nachgefragt, ob grundsätzlich ein Interesse an einer kombinierten Erdgasversorgung samt Glasfasererschließung bestehe. Diese Idee, so VG-Mitarbeiter Stefan Gößl, stamme von Bürgern selbst. Die Rücklaufquote war groß, das Interesse positiv. Dergestalt bestärkt verhandelte die Verwaltung mit verschiedenen Netzbetreibern und fand in der Schwaben-Netz GmbH einen kompetenten Partner.

Rohrenfels: So wird der Erdgas- und Glasfaseranschluss verlegt

Für jedes Gebäude, erklärt Stefan Gößl, für das ein Erdgasanschluss beauftragt werde, werde gleich ein Glasfaseranschluss mitverlegt. Eigentümer könnten sich so zwei innovative Netze für ihr Grundstück sichern. „Damit schafft man sich einen Wert.“ Der Ausbau der nötigen Infrastruktur in den beiden Ortsteilen soll stufenweise erfolgen. In einem ersten Schritt werde ein Erdgashauptstrang zwischen Rohrenfels und Wagenhofen verlegt. „Und zudem kommt ein Leerrohr für Glasfaser mit rein“, so Gößl. Nach und nach soll dann ein Netz entstehen, das sich über beide Ortsteile erstreckt. Auf diese Weise gelinge der Spagat, Tiefbaumaßnahmen und Glasfaserausbau unter einen Hut zu bekommen.

Damit das Vorhaben gelingen kann, müssen nun möglichst viele Grundeigentümer überzeugt werden. Insgesamt 400 Grundstücke stehen im Fokus. Sollte eine Deckung von mindestens 220 Grundstücken erreicht werden, werden die Leerrohre für Glasfaser kostenlos mitverlegt, die dann an einen Telekommunikationsanbieter verkauft oder vermietet werden. Die Gesamtkosten werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Die Anschlussgebühren für die Grundeigner richten sich nach den Anschlusszahlen. An dem Infoabend kommenden Montag werden Mitarbeiter der Schwaben-Netz GmbH Interessenten die Vorteile eines Anschlusses und die nötigen Voraussetzungen dafür erläutern. (nel)

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