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Patenbitten

16.11.2019

Ettinger bestehen Kraftprobe in Kunding

Mit einem Schwamm um den Kopf und der Muskelkraft der Ettinger Schützen musste eine Festdame Wasser von einem Gefäß ins andere gießen.
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Mit einem Schwamm um den Kopf und der Muskelkraft der Ettinger Schützen musste eine Festdame Wasser von einem Gefäß ins andere gießen.

Die Jennerwein-Schützen feiern nächstes Jahr Jubiläum. Sogar der Ministerpräsident hat sein Kommen zugesagt. Damit ihnen die Kundinger Schützen als Patenverein zur Seite stehen, mussten die Ettinger so manche verzwickte Aufgabe meistern

Nächstes Jahr feiern die Jennerwein-Schützen aus Etting ihr 50. Gründungsjubiläum. Für das viertägige Fest vom 26. bis 29. Juni, zu dem auch Ministerpräsident Markus Söder sein Kommen zugesagt hat, braucht es aber nicht nur ein Festzelt, Musik und eine ordentliche Verpflegung, sondern auch einen Patenverein. Und den fanden die Jennerwein-Schützen in Kunding. Wie es die Tradition erfordert, mussten die Ettinger dafür standesgemäß bei den Auerhahn-Schützen in Kunding anklopfen und die Patenschaft erbitten.

Dazu machten sich die Ettinger nach Kunding auf, wo bereits etliche Dorfbewohner und die Musiker der Holzheimer Kapelle auf die Gäste warteten. Von dort aus ging es dann mit Fackeln und musikalischer Untermalung zum Kundinger Wirt. Rains Bürgermeister Gerhard Martin zählte ebenso zu den Besuchern wie seine Kollegen aus Burgheim, Michael Böhm und Peter Specht, sowie der Kundinger Schirmherr des 100. Gründungsfestes aus dem Jahr 2009, Dr. Anton Einberger. Sie waren wie der Rest der rund 200 Gäste gespannt, wie sich die Ettinger bei den Aufgaben schlagen würden, die ihnen die Kundinger Schützen an diesem Abend stellen werden. Denn es galt herauszufinden, ob die Ettinger Schützen das Durchhaltevermögen und den Zusammenhalt haben, um ein solches Fest zu stemmen.

Gleich zu Anfang durften fünf Jennerwein-Schützen auf dem Balken niederknien. Nach einer inbrünstigen Gesangseinlage der Kundinger Festdamen mussten die Herren je einen Krug Bier leeren, den sie allerdings nicht selbst in die Hand nehmen durften, sondern von ihren Gastgebern geführt wurde. Danach musste die Ettinger Delegation beweisen, dass sie von einem Baumstamm eine Scheibe absägen können. Diese schweißtreibende Angelegenheit haben sie gar nicht so schlecht gemeistert. Doch der Hausherr war nicht so begeistert, da dies viel schneller zu meistern sei – und ließ eine Festdame unter großem Applaus mit einer Kettensäge eine Scheibe in nur wenigen Sekunden abtrennen.

Eine weitere Meisterleistung gelang dem Jubelverein, als zwei Schützen eine Festdame tragen durften, die einen Schwamm um den Kopf gebunden hatte und damit Wasser von einem Wassertrog in einen leeren Eimer umfüllen musste. Zur Belustigung der Gäste schafften es die Herren in nur eineinhalb Minuten, genau drei Liter zu transportieren, was auch den Gastgebern Respekt zollte. „Ja verreck, des hätt’ ich net geglaubt“, war der Ettinger Schützenmeister Jakob Zinsmeister von dem Ergebnis begeistert.

Die nächste Aufgabe war dann schon schwieriger. Zinsmeister wurde hinter einen Bilderrahmen gestellt, auf dem ein Becher mit einem Ei stand. Aufgabe war nun, dass Schützenmeister Steidle mit einer Spielzeugarmbrust und einem Korken diesen Becher zielsicher herunterschießen musste, was den Schirmherrn immer wieder ängstlich auf das Gefäß blicken ließ. Günther Steidle allerdings meisterte nach mehreren Versuchen diese Aufgabe bravourös.

So bestand für die Kundinger kein Zweifel, dass Etting ein wahrlich geeigneter Verein wäre, und nachdem 300 Liter Bier und eine Brotzeit ausgehandelt waren, war die Patenschaft beschlossene Sache. Eine Sache allerdings müssen die Ettinger bis dahin noch üben: das Bieranzapfen. Denn für das Fass Bier, das Schirmherr Jakob Zinsmeister zur Feier des Tages anzapfte, brauchte er sage und schreibe 13 Schläge!

Zum Abschluss bedankte sich Günther Steidle bei den Kundingern: „Danke für eure Bereitschaft, uns als Patenverein zur Seite zu stehen. So wie wir die Kundinger erlebt haben, kann das nur ein gigantisches Fest werden“. Als Gastgeschenk hatte der Ettinger Schützenmeister dann noch etwas Besonderes für den Patenverein dabei: Eine gravierte Glasplatte mit den Wappen der beiden Schützenvereine und dem Datum des Patenbittens. (mit clst)

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