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25.11.2017

Flammendes Plädoyer für den Dorfladen

Verhaltenes Interesse bei der Bürgerversammlung

Ganz oben auf der Holzleiste prangt das Schild „80000 Euro“. Das ist die Summe, die die Rohrenfelser in ihren Dorfladen investieren müssten, damit das Projekt realisiert werden kann. Um zu sehen, wie viele Anteilsscheine bislang gezeichnet wurden, muss der Blick allerdings ein ganzes Stück nach unten wandern. 20050 Euro sind es erst – eine Zahl, von der die Mitglieder des Arbeitskreises Dorfladen wenig begeistert sind. Denn eigentlich sollte das Ziel Ende November erreicht werden. Doch danach sieht es momentan nicht aus.

Bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend in Wagenhofen hat Ulrich Auburger, einer der aktiven Mitglieder des Arbeitskreises, deshalb nochmal ein flammendes Plädoyer für den Dorfladen gehalten, der in der ehemaligen Bäckerei Jann Einzug halten soll. Ein Dorfladen, so sagte er, würde nicht nur das Ortsbild optisch beleben, sondern auch ein sozialer Treffpunkt für die Bürger sein. Dort könnte man nicht nur Lebensmittel und insbesondere regionale Produkte einkaufen, sondern – wenn es gewünscht ist – auch seine Kleidung zur Reinigung bringen, seinen Lottoschein abgeben, ein Päckchen aufgeben oder einen Kaffee trinken.

180000 Euro kostet das Bürgerprojekt: 100000 Euro sind für den Umbau eingeplant, 55000 Euro für die Einrichtung und 25000 Euro für die Erstausstattung mit Lebensmitteln. Die Hälfte des Budgets kommt über Zuschüsse, den Rest müssen die Bürger selbst zusammentragen. Doch das ist erst der Anfang. Um den Laden am Laufen zu halten, müssen dort natürlich Menschen einkaufen. 41000 Euro Umsatz im Monat benötigt er zum Überleben. Rein rechnerisch bedeutet das, dass jede Woche 500 Kunden 20 Euro im Laden lassen müssten.

In der Versammlung wurde einmal mehr deutlich, dass insbesondere Einwohner aus Wagenhofen und Ballersdorf keinen Bedarf für einen Dorfladen sehen. Für sie liegt der Südpark mit seinen Geschäften einfach zu nahe. Und auch bei so manchem, der bei der Umfrage des Arbeitskreises vor zwei Jahren noch sein Interesse bekundet hatte, scheint die Euphorie verflogen zu sein. Oder zumindest ist er nicht bereit, dafür sein Geld zu investieren. Wie Ulrich Auburger sagte, hätten von den 130 Rohrenfelsern, die damals ihr Ja zum Dorfladen gegeben hatten, erst 70 gezeichnet.

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Unter „Dorfladen Rohrenfels“ gibt es alle Infos zum Projekt.

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