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Schloßfest

08.07.2019

Französisch mit bayerischem Einschlag

Französisch mit bayerischem Einschlag
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Empfang für die Gäste aus Sète, Herceg Novi und Jaunpils im oberen Rathausfletz

Was sollte der OB einer Stadt wie Neuburg auf jeden Fall draufhaben? Kurze, am besten launige Grußworte, auch mal längere, aber nicht langatmige Reden, eine offenes Ohr für alle Bürger und gute Laune, auch wenn einem Stadtoberhaupt der zehnte Termin eines Wochenendes vielleicht doch langsam auf die Nerven geht.

Eine offizielle Begrüßung auf Französisch gehört nicht zum Pflichtprogramm, das fällt unter die Kür. Bernhard Gmehling stellte sich beim Empfang der Partnerstädte aus Frankreich, Lettland und Montenegro – Sète, Jaunpils und Herceg Novi – dieser Herausforderung, zur Freude nicht nur der Gäste aus der südfranzösischen Hafenstadt. Sondern durchaus auch zum Vergnügen der vielen Zuhörer aus Neuburg, die ausgiebig testen durften, wie viel vom Französisch-Unterricht an der Schule oder von einem Auffrischungskurs an der Vhs noch hängen geblieben ist. Es war ein Französisch mit kräftigem bayerischen Einschlag, sozusagen „à la bavarese“. Eine Färbung, die zur Sprachmelodie unserer westlichen Nachbarn ganz gut passt und die den Gästen aus Sète manchmal ein Schmunzeln entlockte. Gmehling wünschte den Besuchern aus allen Ländern frohe Tage beim Schloßfest, viele angenehme Begegnungen mit Neuburgern, die oft schon Freunde geworden sind.

Und er ermunterte alle Gäste, die vielen Facetten dieses Festes der Renaissance zu genießen. Die Freunde aus Südfrankreich haben da ja Erfahrung, für die Partner aus Herceg Novi sieht das schon etwas anders aus. Sie sind noch keine alten Schloßfest-Hasen, einige von ihnen waren, wie auch die Neuburg-Besucher aus dem Baltikum, von den prächtigen historischen Gewändern der edlen Herren und Damen regelrecht überwältigt.

Auf den Versuch, bei seiner Begrüßung auch ein paar Sätze auf montenegrinisch oder litauisch einzustreuen, verzichtete das Stadtoberhaupt. Sich mit den Sprachen dieser Regionen Europas zu befassen, wäre auch eine schwierige Aufgabe und würde selbst nach größerer Mühe kaum für eine Kurz-Ansprache reichen. Für die offiziellen Delegationen bedankte sich Jocelyne Cassany, Partnerschaftsreferentin im Stadtrat von Sète, für den herzlichen Empfang und die Freundschaft, die sie immer wieder in Neuburg spüren dürfe. Sie hielt ihre kurze Rede nicht auf Deutsch, sondern griff lieber auf einen Dolmetscher zurück. „Wir freuen uns auf tolle Tage in Neuburg und auf einen grandiosen Umzug, aber bitte nicht wieder bei großer Hitze“ – und der Wunsch sollte in Erfüllung gehen.

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