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Ehekirchen

22.04.2015

Frühstück für Asylsuchende im Rathaus

Die ehemalige Post in Ehekirchen soll jetzt für Asylbewerber genutzt werden.
Bild: Doris Bednarz

Die Gemeinde Ehekirchen empfängt die ersten dezentral untergebrachten Flüchtlinge am Donnerstag im Rathaus. So will man sich kennenlernen.

Ungezwungen und locker soll es zugehen, wenn die Gemeinde Ehekirchen am Donnerstag die ersten Asylbewerber willkommen heißt, die im Landkreis außerhalb der Neuburger Gemeinschaftsunterkunft (GU) leben werden. Bürgermeister Günter Gamisch lädt die Neuankömmlinge zum Frühstück ins Rathaus ein. Dort möchte man sich kennenlernen, beisammensitzen und erste Kontakte knüpfen.

Damit die Kommunikation auch klappt, werden Dolmetscher der Runde beiwohnen. Zur besseren Orientierung hat die Gemeinde Flyer aufgelegt, in denen auf Englisch und Französisch die wichtigsten Informationen für den Alltag zusammengestellt sind. Zudem werde sich ein kleiner Rundgang durch den Ort anschließen, „damit die Leute wissen, wo die Bushaltestelle ist, wo sie einkaufen können und es eine Telefonzelle gibt“, erklärt Gamisch.

Am Mittwoch beziehen die zwölf Asylbewerber, die bislang in der Bayernkaserne in München untergebracht waren, ihr neues Quartier in der Ortsmitte von Ehekirchen. Bei den Flüchtlingen handelt es sich um eine nigerianische Familie mit zwei Kleinkindern und acht Männer aus dem Senegal im Alter von 21 bis 35 Jahren. Der Landkreis startet damit die dezentrale Unterbringung außerhalb der GU, die mit 480 Bewohnern restlos belegt ist. Wichtig sei dem Landratsamt als zuständiger Behörde dabei die enge Abstimmung mit der Gemeinde und weiteren Partnern vor Ort, betont der Regierungsrat Roland Weingut vom Landratsamt. Bürgermeister Gamisch sei ebenso unverzüglich über die Zuweisung informiert worden wie die Asylsozialberatung der Caritas und Ehekirchens Pfarrer Thomas Brom. Die Anlieger im direkten Umfeld der Unterkunft werden zusätzlich durch Flugblätter im Briefkasten über die Ankunft der neuen Nachbarn unterrichtet.

Zudem werde man das Angebot der Neuburgers Vereins „Asylsuchende sind Mitbürger“ annehmen, bestätigte Günter Gamisch. Dessen Vorsitzende Bettina Häring hatte spontan die Unterstützung bei der Organisation einer ehrenamtlichen Betreuung der Menschen angeboten. In Anbetracht der Tatsache, dass der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im laufenden Jahr laut Prognose der Regierung von Oberbayern insgesamt über 400 dezentrale Plätze für Asylbewerber bereitstellen soll, sucht das Landratsamt nach wie vor weitere Unterbringungsmöglichkeiten. Ansprechpartner ist Herbert Müller, der Koordinator für die dezentrale Unterbringung im Landratsamt.

Kontakt unter Telefon 08431/ 57-457.

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