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Ehekirchen

28.01.2021

Für den Waldkindergarten in Ehekirchen wird ein passender Platz gesucht

Der Bolzplatz in Ambach könnte ein Alternativstandort für den Waldkindergarten der Gemeinde Ehekirchen sein. Ob der Platz für beides reicht, muss noch geklärt werden. 
Foto: Andrea Hammerl

Plus Eigentlich war mit einem privaten Grundstück in Haselbach schon ein Standort für den Waldkindergarten gefunden. Doch die Suche geht weiter.

Wohin mit dem Wald- und Naturkindergarten, den die Gemeinde Ehekirchen plant? Jede Menge Alternativstandorte zu dem ursprünglich vorgeschlagenen Grundstück von Markus Paula in Haselbach diskutierte der Entwicklungsausschuss der Gemeinde Ehekirchen in seiner Sitzung am Mittwochabend. Schließlich kristallisierten sich fünf Standorte heraus, die vor Ort angeschaut werden sollen. Neben dem Haselbacher Grundstück sind das der Bolzplatz in Ambach, der dafür versetzt, verkleinert oder weichen müsste, zwei Grundstücke in der Nähe von „Am Birket“ südlich von Buch sowie eines in der Gewanne „Löhlein“ nahe Ehekirchen zwischen Lorenziberg und der Kreisstraße ND 12.

Bürgermeister Günter Gamisch ging kein Risiko ein, später noch einmal neue Vorschläge zu erhalten und erläuterte gefühlt jede, absolut jede möglicherweise in Frage kommende kommunale Fläche in Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Nähermittenhausen, Haselbach Schönesberg, Walda und Weidorf. Bei den meisten bestehen allerdings gravierende Nachteile oder gar Ausschlusskriterien.

Waldkindergarten Ehekirchen: Viele Grundstücke eignen sich nicht

Die einen sind komplett bewaldet, müssten also erst gerodet werden, andere haben gar keinen Wald in der Nähe, was dann als „Naturkindergarten“ gelten könnte. Mal ist die Zufahrt schwierig, zu eng ohne Ausweichmöglichkeiten oder zu steil für winterliche Straßenverhältnisse, mal liegen sie zu nah an stark befahrenen Straßen, was schon bei der Zufahrt gefährlich werden könnte. Einige sind Ausgleichsflächen oder Rückzugsgebiete für Wild, was noch mit dem Naturschutz beziehungsweise den Jägern abgeklärt werden müsste. Mitunter ist die lichte Fläche zu klein, um den geforderten Mindestabstand zu Bäumen (doppelte Baumhöhe) einzuhalten. Frühere Sandgruben, Bauschuttdeponien, Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner, Holzlagerplätze oder zu weit entfernte Ausweichräume für Notfälle waren weitere Negativ- oder Ausschlusskriterien. Ob Wasser-, Kanal- und Stromanschluss vorhanden sein sollen, muss als Frage der Konzeption noch diskutiert werden.

Hintergrund der ausführlichen, knapp einstündigen Vorstellung von knapp 30 Alternativstandorten durch Gamisch war, dass die zunächst vorgeschlagene private Fläche in Haselbach im Gemeinderat auf kontroverse Meinungen gestoßen war. Unter anderem war moniert worden, dass sich die Kinderbetreuungseinrichtungen im Süden der Gemeinde kumulierten und es wünschenswert für die nördlicher gelegenen Ortsteile sei, ebenfalls eine nahegelegene Option zu bekommen. Zudem waren Probleme mit Landwirten und Jägern als Gegenargument angeführt worden. Letzteres sah Paul Utz an den anderen Standorten ebenfalls gegeben, worin ihn Veronika Fischer unterstützte. Sie plädierte für Ortseinsichten. Michael Funk und Andreas Karmann präferierten die Fläche am Ambacher Bolzplatz.

Der Waldkindergarten in Ehekirchen wird bezuschusst

Zwei Zuschussmodelle sind laut Aussage der Regierung von Oberbayern möglich, hat Geschäftsstellenleiter Stefan Fäustlin erfahren. Für temporäre Bauten schießt der Freistaat 2444 Euro pro Quadratmeter zu, sie müssen dann zehn Jahre zweckgebunden genutzt werden. Für Festbauten gibt es den doppelten Zuschuss von 4888 Euro pro Quadratmeter bei 25-jähriger Zweckbindung. Als Träger kommen nur noch die Gemeinde selbst oder ein privater Trägerverein infrage, nachdem die Kirche signalisiert hat, dass es ihr derzeit aus personellen und organisatorischen Gründen nicht möglich sei, die Trägerschaft zu übernehmen

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