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Neuburg

21.05.2019

Gemeinschaftsunterkunft: Zeit gegeben statt Druck gemacht

Bild: Xaver Habermeier

Es verwundert durchaus, dass sich Neuburgs Oberbürgermeister mit dem Landrat zu einem gemeinsamen Schreiben veranlasst sah, in dem sie dem Innenministerium mitteilen, dass man sich mit der Auflösung der Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber in Neuburg Zeit lassen könne. Der vertraglich vereinbarte Termin am Ende des Jahres ist damit hinfällig. Eigentlich hätte man gerade von Neuburgs Rathauschef eine andere Reaktion erwartet.

Mit der Auflösung der GU geht der Neubau eines zukunftsweisenden Projekts für Neuburg einher: ein Ableger der Technischen Universität Ingolstadt, mit dem in Neuburg junges Leben einziehen wird. Vor drei Jahren wurde das Ende der GU am Donauwörther Berg zum Ablauf diesen Jahres schriftlich besiegelt. In drei Jahren war es aber offenbar nicht möglich, ein geeignetes Ersatzgrundstück im Stadtgebiet zu finden. Außerdem geht es zwischen Freistaat und dem Bund nach wie vor um ungeklärte Grundstücksangelegenheiten auf dem Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne. Das alles aber kann nicht das Problem Neuburgs sein.

Deshalb hätte man eher erwarten können, dass sich Neuburgs OB mit einem Schreiben an die Regierung wendet und darauf hinweist, dass es eine schriftliche Absprache gibt, die es doch bitte einzuhalten gilt, damit andere wichtige Projekte für die Stadt schnellstmöglich ins Laufen kommen können. Sonst zieht sich das eine wie das andere. Was den Campus angeht, stehen die Gelder für den Architektenwettbewerb nämlich jetzt endlich im Haushalt des Freistaats. Aber für die Ausschreibung braucht es ja nun keine Eile mehr.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Gloria Geissler: "Asylbewerber: Unterkunft in Neuburg bleibt vorerst bestehen"

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