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Neuburg

17.10.2017

Hans Mayr fordert deutliches Signal für München

Das Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne soll einmal Heimat für einen Campus werden.
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Das Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne soll einmal Heimat für einen Campus werden.
Bild: Stadt Neuburg

Auf dem Weg zur Uni-Stadt wünscht er sich von den Protagonisten mehr Euphorie. Neuburg soll das notwendige Grundstück kaufen.

Neuburg auf dem Weg zu einer Studentenstadt: Für Hans Mayr wird dieses Vorhaben mit zu wenig Elan und Euphorie vorangetrieben. Der Stadtrat hat nun darum gebeten, das Thema Campus auf die Stadtratssitzung in der kommenden Woche zu setzen. „Wir müssen dem Wissenschaftsministerium und unserem Heimatabgeordneten Horst Seehofer eine deutliche Botschaft senden, dass Neuburg diesen Campus tatsächlich haben will“, fordert er.

Zur Erinnerung: Nachdem Ministerpräsident Horst Seehofer mittlerweile mehrfach angekündigt hat, dass die Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber Ende 2019 aufgelöst wird, hat er Neuburg auch versprochen, die Stadt auf dem Weg zu einem Ableger der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) zu unterstützen. In einem vom Wissenschaftsministerium eingerichteten Strukturbeirat soll die Machbarkeit des Projekts erarbeitet werden. Dem gehören neben THI–Präsident Prof. Walter Schober unter anderem auch Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, Landrat Roland Weigert, IHK-Regionalausschussvorsitzender Hartmut Beutler und vom Wissenschaftsminiterium Elisabeth Geuß an.

Wie OB Bernhard Gmehling erzählt, sei man im Zeitplan. Am heutigen Dienstag würde der Strukturbeirat wieder zusammenkommen, und in den nächsten Tagen noch einmal das ehemalige Kasernengelände besichtigt. Mittlerweile sei im Auftrag der THI auch ein umfangreiches Gutachten erstellt worden, das dem Ministerrat in seiner Sitzung im November vorgestellt werden soll. Die Studie beinhaltet auch, welche Fakultäten in Neuburg geeignet wären. Dabei hätten sich die Studiengänge Urbanistik und Bauingenieur mit Schwerpunkt für urbanes, energieeffizientes Bauen herauskristallisiert. „Gerade Letzteres freut mich ganz besonders“, sagt Gmehling.

Dass gleich mit der Auflösung der GU 2020 Hunderte junger Frauen und Männer in Neuburg ihr Studium beginnen würden, sei natürlich illusorisch, meint Gmehling. Wenn, dann könnte man provisorisch beginnen und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln, bis die Gebäude der Hochschule auf dem Campus und die Unterkünfte für die Studenten errichtet sind. Eine gute Option als Provisorium zu Beginn sieht er im Gebäude 5 auf dem Gelände, weil dies auch mit der weiteren Entwicklung kompatibel wäre. Vorteilhaft fände es Neuburgs OB, wenn das Ministerium schon einmal sagen könnte, wie das Gelände am Donauwörther Berg einmal bebaut werden soll, damit die Stadt dementsprechend vorarbeiten könnte.

Nichts hält Gmehling nach wie vor davon, dass die Stadt das Grundstück auf dem Gelände von der Bundesanstalt für Immobilien im Vorfeld kauft, um es dann wieder an den Freistaat zu verkaufen. „Viel sinnvoller wäre es doch, die zwei Millionen Euro auf die Seite zu legen, um sie dann mit dem Freistaat in den Neubau des Campus einzubringen“, meint der Oberbürgermeister.

Für Hans Mayr hingegen wäre der Kauf des Grundstückes genau das richtige Signal nach München. „Damit würde Neuburg zeigen, dass die Stadt größtes Interesse an dem Campus hat“, verdeutlicht er. Er möchte auch deshalb aufs Gas drücken, weil niemand wissen könne, wie lange Horst Seehofer noch Ministerpräsident sein wird. „Ich möchte nicht, dass Millionen an Fördergeldern an Neuburg vorbeifließen und aus 1000 Studenten, die Leben in unsere Stadt bringen, nichts werden würde.“

Wie Hans Mayr, so scheint es mittlerweile auch die gesamte CSU-Stadtratsfraktion zu sehen. Sie will, so war zu hören, in der kommenden Woche den Antrag zum Kauf des Grundstücks stellen. Die Argumentation: Selbst wenn wider erwarten nichts aus dem Campus werden sollte, hätte man die Hand darauf, um das Areal weiter im Sinne der Stadt zu verwerten – zum Beispiel für eine Wohnbebauung und einen großen Busbahnhof.

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