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Psychiatrie

03.04.2019

Hilfe für junge Menschen in seelischer Not

Prüfungsangst, Suizidgedanken oder Depressionen: Rund um die Uhr ist der Krisendienst telefonisch erreichbar. Die Mitarbeiter am Telefon sind besonders geschult für Kinder und Jugendliche in psychischen Notlagen.
Bild: Alexander Kaya

Krisendienst kooperiert mit den Kliniken für Kinder- und Jugendpsychologie in Neuburg und Ingolstadt

0180/655 3000, täglich rund um die Uhr: Der Krisendienst Psychiatrie unterstützt Menschen in seelischen Notlagen. In Ingolstadt mit den Landkreisen der Region 10 hat der Krisendienst jetzt seine Hilfsangebote weiter ausgebaut. Die Region 10 umfasst neben der Stadt Ingolstadt die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen.

Seit Kurzem ist die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Neuburg dem Krisennetzwerk beigetreten. „Mit der Einbindung der Klinik schließt sich eine Versorgungslücke“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Gerade für Kinder und Jugendliche ist es besonders wichtig, dass sie im Fall einer seelischen Krise schnell professionelle medizinische Hilfe bekommen können. So lassen sich nicht nur stationäre Klinikaufenthalte verhindern. Wir vermeiden damit auch, dass seelische Krisen chronisch werden und seelische Behinderungen entstehen. Kurzum: Je früher junge Menschen qualifizierte Hilfe erhalten, desto besser.“

Verantwortlich für die Krisenintervention in der Neuburger Klinik ist die für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren zuständige Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Astrid Passavant. „Für uns als zuständige Versorgungsklinik ist die Einbindung in den Krisendienst ein wesentlicher Baustein in der Gesamtversorgung von Kindern und Jugendlichen der Region. Zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Angebote zum Wohle der Kinder und Jugendlichen stehen wir jederzeit zur Verfügung und nutzen auch gerne die über zwei Jahrzehnte aufgebauten Netzwerkstrukturen“, erläutert Passavant.

Hilfe für junge Menschen in seelischer Not

Für die Bürger der Region Ingolstadt gibt es die Angebote des Krisendienstes Psychiatrie seit Oktober 2017. Der Erstkontakt mit dem Krisendienst erfolgt über die für Oberbayern einheitliche Rufnummer 0180/655 3000. Hauptberatungszeit ist von 8 bis 24 Uhr; eine Nachtbereitschaft deckt die übrige Zeit ab.

Die Mitarbeitenden des Krisendienstes hören zu, fragen nach und klären, wenn möglich, mit den Anrufern gemeinsam die Situation. Sie verfügen auch über spezielle Fachkompetenz und -wissen für Kinder und Jugendliche in psychischen Notlagen.

Bei Bedarf vermittelt die Leitstelle des Krisendienstes an weiterführende regionale Hilfsangebote oder organisiert einen mobilen Einsatz vor Ort durch ein wohnortnahes Krisendienst-Team. Die mobilen Einsätze gibt es nur für Menschen ab dem Alter von 16 Jahren. Das kbo-Heckscher-Klinikum in Ingolstadt und das Haupthaus in München wie auch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Neuburg sind ebenfalls rund um die Uhr in die Krisenintervention eingebunden.

Der Bezirk Oberbayern fördert den Krisendienst Psychiatrie mit 7,4 Millionen Euro pro Jahr. 2017 erreichten die Leitstelle rund 22.000 Anrufe.

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