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Ingolstadt: Immer mehr Corona-Erkrankte in der Region

Ingolstadt

Immer mehr Corona-Erkrankte in der Region

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    Am Sonntag vermeldete das Landratsamt Pfaffenhofen den ersten bestätigten Corona-Fall im Landkreis.
    Am Sonntag vermeldete das Landratsamt Pfaffenhofen den ersten bestätigten Corona-Fall im Landkreis. Foto: Gollnow, dpa (Symbolbild)

    In den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt ist bislang kein Corona-Fall gemeldet. Doch rundherum sind schon einige Menschen erkrankt: ein Mann in Ingolstadt, zwei Personen im Landkreis Donau-Ries, ein Patient im Landkreis Aichach-Friedberg. Seit gestern ist auch bekannt, dass eine Mutter und ihr Kind aus dem Landkreis Pfaffenhofen betroffen sind. Während einer der beiden Fälle bereits bestätigt ist, wird beim zweiten noch auf das Testergebnis gewartet. Zumindest jedoch gilt für die Schüler am Wolnzacher Hallertau-Gymnasium in Zusammenhang mit diesem Fall schulfrei: Am Montag und Dienstag ist die Einrichtung geschlossen. Sowohl Mutter als auch Kind gehe es nach Auskunft des Landratsamts Pfaffenhofen gut und sie befänden sich in häuslicher Quarantäne.

    In Ingolstadt gibt es seit Freitag einen bestätigten Corona-Fall

    In Ingolstadt war bereits am vergangenen Freitag der erste Fall einer Covid19-Erkrankung bestätigt worden. Der Mann war von einer Reise über Italien heimgekehrt und hatte sich dann krankgemeldet. Da der Erkrankte aber keinen unmittelbaren Kontakt zu Menschen in der Stadt hatte und auch keine Kinder in Kindergarten oder Schule, gibt es bislang keine Einschränkungen oder Schließungen.

    Die Ingolstädter Feuerwehr organisierte einen Zwischenstopp für einen Bus mit Schülern unter Corona-Verdacht

    In Sachen Corona war die Stadt Ingolstadt am vergangenen Freitag noch in einem ganz anderen Bereich gefordert. Eine Schülergruppe aus Osnabrück hatte ihre Skiferien in Südtirol vorzeitig abgebrochen, weil sich zwei der Kinder krank gefühlt hatten. Begleitet von einem 20-köpfigen Team der Feuerwehr Osnabrück und einem Arzt machten sie sich wieder auf dem Heimweg. Weil aber der Busfahrer wegen des Corona-Verdachts keine öffentlichen Raststätten anfahren konnte, leistete die Feuerwehr in Ingolstadt Hilfe in der Not. So wurde für die Kinder und die Begleitpersonen eine Toiletten- und Verpflegungspause am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Ringsee organisiert. Laut einer Mitteilung der Stadt wurde diese vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Ringsee vorbereitet und vom städtischen Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit begleitet. Am Sonntag kam dann allerdings die Entwarnung: Keines der 55 Kinder aus Osnabrück hatte sich in Südtirol tatsächlich mit Corona infiziert.

    Da Südtirol mittlerweile als Risikogebiet eingestuft wurde, gilt für alle Kinder, die in den vergangenen zwei Wochen und somit auch in den Faschingsferien dort waren: Sie dürfen bis zwei Wochen nach der Rückkehr keine Schule und keinen Kindergarten mehr besuchen. Mittlerweile wurde die Anordnung erweitert: Betroffene Kinder dürfen auch keine Vereinsveranstaltungen mehr besuchen, wenn diese in einer Schulturnhalle stattfinden.

    In Ingolstadt ist der Pandemie-Plan in Kraft getreten

    In der Stadt Ingolstadt ist seit Samstag der Pandemieplan für die Stadtverwaltung in Kraft. „Damit soll die Funktionsfähigkeit der Verwaltung, insbesondere der elementaren und unverzichtbaren Leistungen zur Daseinsvorsorge im Pandemiefall gewährleistet werden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Gleichzeitig sind darin Maßnahmen zum Schutz der rund 2700 Beschäftigten in der Ingolstädter Stadtverwaltung enthalten. Der Pandemieplan gibt einen Stufenplan vor, ab wann wie zu reagieren ist - abhängig davon, wie viele Personen unter Quarantäne, infiziert oder erkrankt sind.

    Zudem wird Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel einen Runden Tisch „Arbeit und Wirtschaft“ einberufen. Die Teilnehmer werden sich dabei insbesondere mit den Auswirkungen von Corona auf die heimische Wirtschaft befassen. „Auch wenn vorrangig nun Bund und Land tätig werden müssen, wollen wir auf lokaler Ebene unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Handwerk, Mittelstand und die Großunternehmen nicht alleine lassen, sondern sie bei den anstehenden Herausforderungen nach Kräften unterstützen“, so Lösel. Dem Gremium sollen Vertreter von Kammern und Gewerkschaften sowie Politikern aus den Landkreisen und Vertretern der Arbeitsagentur angehören. Bereits seit Längerem gibt es in Ingolstadt die Koordinierungsgruppe „Coronavirus/Covid19“, die sich mit dem Virus beschäftigt. (rilu)

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