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Finanzen

03.07.2015

Immobilienwert: fast eine Milliarde

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Das neue Mitglied im Vorstand Martin Pfandzelter, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Wittmann, Vorstandsvorsitzender Ludwig Schlosser, Finanzvorstand Holger Pilgenröther, Aufsichtsratsmitglied Rolf Klug und Notar Helmut Kopp (von rechts) stellten sich den Aktionären.
Bild: Manfred Dittenhofer

Bei der VIB AG, dem einzigen börsennotierten Unternehmen in Neuburg, zeigen die Index-Pfeile nach oben. Bei der Aktionärsversammlung gab es spontanen Applaus

Es ist eine Sache der Bewertung, wie viel eine Immobilie wert ist. Wie bei allen Zahlen versichert die Neuburger Immobilen-AG aber auch bei der Schätzung des Werts der eigenen Immobilien eine konservative Herangehensweise des Gutachters. Inzwischen besitzt die VIB AG 102 Immobilienobjekte im gesamten Süddeutschen Raum mit einem veranschlagten Wert von 894 Millionen Euro – darunter Einkaufszentren, Logistikhallen und Fachmärkte. Prestige-Projekte wie das Hotel auf dem Ingolstädter ehemaligen Gießereigelände oder die riesige Logistikhalle im Großmehringer Interpark kommen demnächst noch dazu. Da wundert es nicht, wenn die Aktionäre bei der Vorstellung der Bilanz für 2014 ab und zu spontan Applaus spendeten. Und auch die Aktionärsschützer hatten nichts zu bemängeln.

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Knapp zehn Jahre ist es her, dass die VIB an die Börse ging. Damals mit einem Einstiegskurs von 5,25 Euro. Bald stieg die Aktie auf über zwölf Euro, dann kam die Finanzkrise. Die Geschäfte der VIB liefen gut, das Unternehmen stand auf soliden Beinen und die Aktie wanderte dennoch in den Keller. 2009 wurde der Tiefpunkt erreicht. Nur noch rund drei Euro war die Aktie wert. Vorstand und Aufsichtsrat ließen sich dadurch nicht beirren. Heute wird die VIB-Aktie mit knapp 17 Euro gehandelt. Und auch mit diesem Wert sieht Günther Hausmann von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapiere die Aktie leicht unterbewertet.

Die VIB Vermögen AG setzt konsequent auf Regionen, in denen die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenzahl gering ist und die Kaufkraft hoch. Es wundert also nicht, dass das Neuburger Unternehmen nicht nur im süddeutschen Raum, sondern auch in und rund um Ingolstadt sehr aktiv ist. In das geplante Vier-Sterne-Plus-Hotel auf dem ehemaligen Gießereigelände in Ingolstadt investiert die VIB rund 35 Millionen Euro. Lohn dieser Investition: Ein langfristiger Mietvertrag über 20 Jahre mit der Maritim-Kette und die Stärkung des lokalen Netzwerks des Unternehmens. Die VIB ist auch in ihrer Heimat präsent.

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Im vergangenen Jahr nahm das Unternehmen über 64 Millionen Euro an Mieten ein und investierte in diesem Zeitraum rund 47 Millionen Euro in neue Immobilien in Bamberg, Nördlingen und Poing, wie der Neue im Vorstand, Martin Pfandzelter, den Aktionären in der Gaststätte am Auwaldsee in Ingolstadt berichtete. Den Bereich Immobilien hat er von seinem Vorgänger Peter Schropp am 1. Oktober 2014 übernommen.

Finanzvorstand Holger Pilgenröther durfte mit den Zahlen glänzen: Umsatz gesteigert, Ergebnis vor Steuern gesteigert, Eigenkapitalquote nach oben. Das war den Aktionären einen Szenenapplaus wert. An Vorstandsvorsitzendem Ludwig Schlosser war es dann, die trockenen Beschlusstagesordnungspunkte der Hauptversammlung vorzustellen. Dabei ging es auch um die Dividende, die bei den guten Zahlen ebenfalls stieg. 48 Cent pro Aktie wurden vereinbart. Ein Plus von drei Cent zum Jahr 2013.

Schlosser blickte aber auch in die Zukunft. Die VIB Vermögen AG werde weiter Objekte zukaufen, allerdings nicht um jeden Preis, denn in den Boomregionen sei Gewerbefläche rar und damit teuer. Und das Unternehmen entwickle sich auch selbst weiter. Basis sei die solide Finanzierung, die immer etwa zu einem Drittel eigenkapitalgedeckt sei, sagte Schlosser. Ein besonderes Auge habe der Vorstand auf die Zinsentwicklung. Von den niedrigen Zinsen profitiere das Unternehmen, möchte sie aber auch bei einem möglichen Steigen auf möglichst geringem Niveau absichern.

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