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Tierschutz Neuburg

02.09.2018

Ingolstädter Villa wird Zuflucht für verletzte und alte Tiere

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2 Bilder
Das Gelände südlich von Wettstetten bietet auf 8000 Quadratmeter Grund ein sehr großes Haus, in dem Pfleger wie Tiere unterkommen werden.
Bild: Manfred Dittenhofer

Der Neuburger Tierschutzverein hatte 2016 ein Haus geerbt. Jetzt soll dort eine Wildtierstation und ein Hundehospiz zu eröffnen. Nur die Anlieger sind nicht begeistert.

2016 hatte der Tierschutzverein Neuburg-Schrobenhausen ein Grundstück mit Haus, südlich von Wettstetten gelegen, geerbt. Seither hat Vorsitzender Gerhard Schmidt eine Vision, wie dieses 8000 Quadratmeter große Areal genutzt werden könnte. Nun ist es so weit: Am Sonntagvormittag trafen sich die Akteure des „Tierschutzprojektes Ingolstadt-Etting“ zum ersten Mal. An der nördlichen Stadtgrenze, direkt vor Wettstetten, soll eine Auffangstation für Igel, Fledermäuse, kranke Stadttauben und Wildtiere entstehen. Und dazu ein Hospiz für alte Hunde.

Die Stadt Ingolstadt hat bereits grünes Licht gegeben und für diese Aktion die Nutzungsänderung einstimmig im Stadtrat beschlossen. Die Federführung übernimmt der Tierschutzverein Neuburg-Schrobenhausen. Der Verein stellt die Anlage zur Verfügung und investiert dafür noch einmal rund 100000 Euro. Bald schon sollen Vogelvolieren gebaut werden. Außerdem werden Fenster, Sanitärinstallationen und die Heizung saniert.

Der Neuburger Tierschutzverein hatte das Anwesen geerbt

Mit im Boot der Aktion sitzt neben dem Umweltreferat der Stadt Ingolstadt und dem Stadttaubenprojekt auch die Naturschutzwacht Ingolstadt und Privatinitiativen, die sich um Igel und Fledermäuse kümmern. Aber auch die Kreisgruppe Ingolstadt des Landesbundes für Vogelschutz und die Tierhilfe Jonathan, die sich der Wildvögel annehmen, machen mit.

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Außerdem soll ein Hundehospiz und eine Fledermaus-Auffangstation entstehen. Schmidt sieht auf dem weitläufigen Grundstück beste Voraussetzungen, hat allerdings, seit der Tierschutzverein das Erbe angetreten hat, Ärger mit den Anliegern. Es handelt sich zwar um einen Außenbereich, jedoch liegen in Nachbarschaft einige Schrebergärten und landwirtschaftliche Anwesen. Auch der direkte Nachbar macht den Tierschützern das Leben schwer und verweigert den Zugang zu dem Grundstück, der über sein eigenes Gelände führt. Die Sache liegt inzwischen vor Gericht. Dennoch will Schmidt ein Miteinander mit den Nachbarn. „Was wir vorhaben, bringt wenig Publikumsverkehr und keine Lärmemissionen.“ Die Stadt Ingolstadt sieht in der Einrichtung auch für sich selbst Vorteile, denn vor allem kranke Tauben müssen immer wieder versorgt werden. Das Projekt im Norden Ingolstadts soll eine Ergänzung sein für die Tierschutzvereine in der Nachbarschaft.

Ingolstadt: Jetzt soll das Haus ein Hundehospiz werden

Der Eichstätter Tierschutzverein macht deshalb auch aktiv mit. „Schaut man sich die Einzelaktionen bei Igeln, Fledermäusen oder Vögeln an, sieht man, dass die Auffangplätze, die oft in Privatinitiative betrieben werden, heillos überfordert sind“, resümierte Schmidt. Es gebe viel zu wenig Pflegekräfte und eine kompetente Versorgung setze Sachkunde voraus. Gerade im Umgang mit Wildtieren reiche es nicht aus, einfach nur ein netter, tierliebender Mensch zu sein. Fachkenntnis sei notwendig. Und die wolle man als Ansprechpartner auch vermitteln. Das Tierheim in Riedensheim wird diese Ansprechstelle sein.

Zudem biete die Zusammenarbeit noch einen Synergieeffekt, denn so entstehe ein Netzwerk von Experten. Durch die Zusammenarbeit könne mehr angeboten und erledigt werden.

Die ersten Aufgaben wurden bereits am Sonntag verteilt. Und ein erster Termin steht auch schon: Am Freitag, 14. September, soll ein Igel-Informationsabend am Adlmannsberg stattfinden – so die Adresse der neuen Auffangstation. Die genaue Anfahrt kann man sich auf der Website des Tierschutzvereins auf www.tierschutzverein-neuburg.de ansehen.

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