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Neuburg-Schrobenhausen

21.11.2017

Jetzt sind die Männer an der Reihe

Feierabend! So stellt sich Patrick Gröbl aus dem Rennertshofener Ortsteil Kienberg den Abschluss eines Arbeitstages vor. Mit seinem Bild beginnt das Jahr 2018. 
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Feierabend! So stellt sich Patrick Gröbl aus dem Rennertshofener Ortsteil Kienberg den Abschluss eines Arbeitstages vor. Mit seinem Bild beginnt das Jahr 2018. 

Für den „Heiße Kartoffel“-Kalender 2018 wurden erstmals Herren abgelichtet. Zwei von ihnen kommen aus Kienberg und Heinrichsheim.

Lässig auf Kartoffelsäcken sitzen, ein kühles Bier in der Hand und die Abendsonne auf dem Gesicht – so könnte sich Patrick Gröbl aus Kienberg einen entspannten Feierabend auf dem Bauernhof vorstellen. Wie das dann aussieht, zeigt der Kalender „Heiße Kartoffel 2018“ der bayerischen Kartoffelanbauer und ihrer Vermarkter, in dem der 22-Jährige als Mister Januar/Februar verewigt ist. Bislang war der Kartoffelkalender eine reine Frauendomäne, doch 2018 zeigen (endlich!) auch Männer ihre fotogenen Seiten. Aus diesem Grund kommt der „Heiße Kartoffel“-Kalender auch zweiteilig daher und trägt das Motto „Halb & Halb“ – in Anlehnung an den Kartoffelknödel. Durch das Wendeformat lässt sich das Kunstwerk nach Lust und Laune als Mädels- oder Burschen-Version aufhängen.

Patrick Gröbl ist eigentlich gelernter Verfahrensmechaniker. Doch auf dem elterlichen Hof seiner Freundin Jasmin Siegl aus Halsbach packt er mitunter schon mal an – die Voraussetzung für die Teilnahme am Kartoffelkalender war damit erfüllt. Nachdem seine Freundin schon im diesjährigen Kalender posieren durfte, kam der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Neuburg-Schrobenhausen und Umgebung, Norbert Ziegler, nun auf den Kienberger zu. Der zögerte nicht lange und sagte zu.

Im August fand schließlich das Shooting auf einem Hof in Niedermotzing bei Straubing statt. Im Gepäck hatte er eine Auswahl an Hosen und Oberteilen, in denen er sich ein Foto gut vorstellen konnte. Die Wahl fiel zusammen mit dem Münchner Fotografen Egbert Krupp schließlich auf seine Lederhose. „Das Unterhemd, die Socken und die Schuhe hab ich mir von Peter Ziegler geliehen“, verrät er. Der Neuburger ist ebenfalls im Kalender abgelichtet und schmückt das Titelbild.

Rund eineinhalb Stunden hat das Shooting inklusive schminken und stylen gedauert, erzählt Patrick. Drei Motive wurden aufgenommen, am Ende war das Feierabendbild auf den Kartoffelsäcken aber das beste. „Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich würde es sofort wieder machen“, sagt er.

So geht es auch Peter Ziegler aus Heinrichsheim. Er durfte es sich auf einem Bett aus Kartoffeln mit einem hübschen Mädel bequem machen und schaffte es damit auf das Titelblatt. So richtig glücklich ist er mit der Bildwahl aber nicht. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er ein anderes Foto ausgewählt. Doch der gelernte Landwirt nimmt es sportlich: Dabei sein ist alles. „Ich fand das cool.“

Während die Mädels mit ihren Reizen nicht geizen, halten sich die Burschen eher bedeckt. Oberkörperfrei – das sieht man nur auf wenigen Bildern. Peter Zieglers Einzelfoto wäre so eines gewesen. Doch der 22-Jährige geht streng mit sich und seiner Figur um. „Sagen wir mal so: Ich bin recht schlank gebaut“, sagt er und spielt auf die nach seinem Geschmack zu dezenten Muskeln an. Mädels, so vermutet er, würden wohl etwas mehr erwarten.

Auch Veronika Lautner aus Burgheim hat es in den diesjährigen Kalender geschafft. Die 19-Jährige ist eigentlich nur „zweite Wahl“, denn sie durfte einspringen, nachdem sich ein anderes Mädel verletzt hatte und ausfiel. Im dunkelroten BH unter einer keck geöffneten Latzhose schält sie Kartoffeln auf der Bank und ziert damit die Monate März und April. „Wir durften uns selbst aussuchen, wie wir posieren wollen. Deshalb hab ich einfach rumprobiert und am Ende das Bild ausgesucht, das mir am besten gefallen hat“, erzählt die Studentin der sozialen Arbeit. Doch wer weiß: Sie könnte es sich durchaus vorstellen, irgendwann als Landwirtin auf den Hof ihrer Eltern zurückzukehren.

Selbstverständlich ist auch die aktuelle Kartoffelkönigin Jacqueline Blöckl aus Habertshausen aus dem Landkreissüden mit von der Partie und zeigt sich im Mai und Juni freizügig. Die 23-Jährige ist Wiederholungstäterin, denn sie stand schon für den 2014er-Kalender vor der Kamera.

Den „Heiße Kartoffel“-Kalender gibt es seit 2013. Unkompliziert, frisch, ganz natürlich, aber auch ein bisschen frech und frivol haben sich seitdem die jungen Frauen – und ab nächstes Jahr auch die jungen Herren – darin gezeigt. Sie alle eint eines: Sie haben beruflich oder ehrenamtlich mit der Kartoffel zu tun. Und auch wenn manches Mal die Knolle in den Hintergrund rückt, soll der Kalender doch eines aussagen: Die Kartoffel ist keineswegs altbacken und fad, sondern gehört auf den Teller. Den Appetit dazu kann man sich über den Kalender holen.

Der Kalender ist über den DLV- Verlag unter www.landecht.de erhältlich. Er kostet 15 Euro.

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