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Ingolstadt

18.07.2017

Kameras im Zentrum der Gemütlichkeit

Der Bereich rund um den Viktualienmarkt wird künftig mit Kameras überwacht.
Bild: Stadt Ingolstadt/IFG

Der IFG-Verwaltungsrat hat  eine Videoüberwachung für den Viktualienmarkt beschlossen.

Vor Kurzem hat der Ingolstädter Viktualienmarkt seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Dabei präsentierte er sich so, wie es sich die Betreiber bei seiner Umgestaltung 2007 gewünscht hatten: lebendig, gemütlich und entspannt. Doch das ist nur die eine Seite des Viktualienmarkts. Denn sein Image hat vor allen Dingen in den vergangenen Monaten sehr gelitten, er ist bei vielen mittlerweile verschrieen als „Brennpunkt in der Innenstadt“ (Bürgermeister Albert Wittmann). Betrunkene, Schlägereien und Polizeieinsätze, das prägt insbesondere in den Abendstunden an vielen Tagen das Bild des Platzes. Die Stadttochter IFG, zuständig für den Viktualienmarkt, will da nicht länger zuschauen und hat sich mit den Pächtern der Stände zusammengesetzt.

Nun hat der IFG-Verwaltungsrat einige Maßnahmen beschlossen, die für mehr Sicherheit rund um den Platz sorgen sollen. Wenig Diskussion gab es darüber, dass es strikte Hausverbote für Randalierer und Schläger geben soll. Acht Personen dürfen das Gelände bereits jetzt nicht mehr betreten. Auch die Standbetreiber werden künftig stärker in die Pflicht genommen. Wer sichtlich betrunkenen Personen noch Alkohol ausschenkt, muss mit einer Abmahnung oder gar der Kündigung des Pachtvertrags rechnen. Das gleiche gilt auch, wenn sich ein Pächter nicht an die Schließzeiten hält. So schnell wie möglich sollen nun auch Videokameras rund um den Viktualienmarkt installiert werden. Denn bislang war es oft so: Es wird geschlägert und geprügelt und bis die Polizei anrückt, sind die Täter in alle Himmelsrichtungen verschwunden. Nun sollen die Krawallmacher schneller identifiziert werden können. Die IFG hat bereits Erfahrung mit Videoüberwachung. Ihre Tiefgaragen im Stadtgebiet hat sie mit 237 Kameras ausgestattet. Erst kürzlich konnte auf dieses Weise ein Fall geklärt werden: Im Parkhaus am Hauptbahnhof brannte vor einer Woche ein Auto. Der Brandstifter war auf dem Film zu sehen, die Polizei konnte ihn mittlerweile festnehmen.

Doch dann entbrannte im Gremium gestern noch eine Diskussion um die bayerische Lebensart. Ausgangspunkt war die Frage, ob Besucher auch künftig ihre Getränke und ihr Essen mit auf den Viktualienmarkt – wie es bei bayerischen Biergärten üblich ist – bringen dürfen. Und ob Wirte an ihren Ständen noch Schnaps verkaufen dürfen. „Ein Verdauungsschnapserl sollte doch noch möglich sein“, wünschte sich beispielsweise Achim Werner (SPD).

Am Ende stand ein Kompromiss. Eigene Getränke, eigenes Essen und hochprozentigen Alkohol wird es eine Saison lang nicht mehr geben. Dann soll ein Resümee gezogen werden.

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