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Neuburg-Schrobenhausen

26.03.2020

Kasse mit Corona: Polizei warnt vor Atemmasken-Masche

Achtung Falle: Dubiose Onlineshops versuchen, mit der Corona-Krise Kasse zu machen.
Bild: Jens Schierenbeck, dpa (Symbolbild)

Weil er Opfer eines Online-Betrugs geworden ist, meldete sich der Betreiber einer Import-Export-Firma aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bei der Polizei. 

Ein Firmeninhaber aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist auf ein betrügerisches Atemmasken-Angebot in einem Fake Shop hereingefallen. Wie die Polizei mitteilt, bestellte der Mann Anfang März über eine Internetseite einer polnischen Firma Atemschutzmasken im Gesamtwert von 160.000 Euro. Es wurde Vorkasse verlangt.

Nachdem die Lieferscheine zugesandt wurden, überwies der Geschädigte den weiteren Angaben zufolge die Hälfte der Auftragssumme auf ein angegebenes portugiesisches Bankkonto. Dan stellte der Auftraggeber durch eigene Nachforschungen fest, dass die von ihm beauftragte Firma so nicht existiert.

Laut Polizei besteht daher der dringende Verdacht, dass die Daten dieser Firma in betrügerischer Absicht genutzt wurden. Die Ermittlungen wegen schweren Warenbetrugs wurden inzwischen von der Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen.

Kasse mit Corona: Polizei warnt vor Atemmasken-Masche

Fake-Shops im Internet: Was erkennt man sie?

Fake-Shops sind betrügerisch angelegte günstige Online Shops, welche im Regelfall nur für wenige Tage online sind und Produkte anbieten. Nach einer Zahlung mittels Vorauskasse wird die versprochene Ware nicht geliefert und der Shop verschwindet wieder aus dem Internet.

Bis vor einiger Zeit waren Fake-Shops vielfach am fehlenden Impressum, keinen Angaben im Bereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder an Rechtschreibfehlern vergleichsweise einfach zu erkennen. Das hat sich geändert, da die Betrüger immer professioneller vorgehen und mittlerweile Shops erstellen, die nicht so leicht zu erkennen sind.

Online-Betrug im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: Das rät die Polizei

  • Bezahlen Sie nicht mittels Überweisung (Vorauskasse)
  • Seriöse Shops bieten auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an
  • Überprüfen Sie den Namen des Shops über eine Suchmaschine im Internet (kombinieren Sie auch den Namen des Shops mit den Wörtern „Erfahrungen“ oder „Betrug“
  • Der Shop bietet keine Kundenhotline (falls doch, anrufen und persönliche Abholung anfragen, auch wenn Sie dies nicht beabsichtigen)
  • Überprüfen Sie den Namen des Shops über die Internetadresse http://whois.domaintools.com oder https://www.denic.de. Hier können Sie feststellen, auf welchen Domaininhaber der Shop registriert ist. Sind hier Adressen im Ausland angegeben und stimmt der Domaininhaber nicht mit dem Inhaber im Impressum überein, sollten Sie skeptisch werden.

Fake-Shops und Online-Betrug: Was können Betroffene tun?

Sofern Sie schon Geld überwiesen haben, müssen Sie umgehend Ihre Bank informieren und versuchen, das Geld zurückzufordern. Es ist aber Eile geboten, da erlangte Gelder jederzeit durch die Täter abgehoben werden können. Zeigen Sie den Vorgang umgehend bei einer Polizeidienststelle an und bringen Sie hier Unterlagen wieeine Kaufbestätigung mit. (nr)

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