Bauausschuss

14.09.2017

Keine Funkmasten

Die Stadt ist gegen zwei Mobilfunkanlagen. Und hat doch kaum Chancen

Die Situation ist vertrackt: Auf der einen Seite hat die Stadt große Vorbehalte gegen die Standorte zweier Mobilfunkanlagen, die in Bittenbrunn errichtet werden sollen. Auf der anderen Seite sind die Aussichten gering, sie verhindern zu können.

Der erste Mobilfunkmast soll in Bittenbrunn Nord stehen und 15 Meter hoch sein. Wie gestern im Bauausschuss berichtet wurde, sieht die Untere Naturschutzbehörde die Anlage aufgrund des Standorts im Naturpark Altmühltal mit Lage auf einem Höhenrücken über dem Donautal ebenfalls kritisch. Aufgrund von geplanten Kompensationsmaßnahmen, stimmt sie ihr jedoch zu.

Zum Unverständnis von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling: „Bei dem geplanten Standort handelt es sich um einen landschaftsprägenden Jurahang im Norden Neuburgs – warum die Untere Naturschutzbehörde da ihre Zustimmung gibt, ist mir ein Rätsel.“ Er sieht schon jetzt einen „Sturm der Entrüstung“ in den Stadtteilen Laisacker, Ried und Gietlhausen aufziehen, sollte es tatsächlich zum Bau der geplanten Mobilfunkanlage kommen.

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Die zweite geplante Anlage soll auf dem Wertstoffhof Bittenbrunn Süd entstehen und 30 Meter hoch sein. Dort gibt es große Einwände der Nachbarn. Momentan finden Abstimmungsgespräche mit Anwohnern und der Telekom statt, die die Anlagen errichten will. Die Suche nach alternativen Standorten gestalte sich jedoch als äußerst schwierig, sagte Gmehling.

Generell sei die Aussicht gering, Mobilfunkanlagen zu verhindern, sobald die Bundesnetzagentur und die Untere Naturschutzbehörde ihre Zustimmung erteilt haben, gab Stadtjurist Ralf Rick im Bauausschuss zu bedenken. Dennoch wolle Gmehling, wenn auch nicht rechtlich, aber politisch, alle Möglichkeiten ausschöpfen und gegen die geplanten Mobilfunkanlagen vorgehen. Dabei hat er die Rückendeckung des Bauausschusses: Dieser hat einstimmig beschlossen, dass er es aus städteplanerischer Sicht als nicht sinnvoll erachtet, an diesen Stellen Mobilfunkanlagen zu errichten. Ein Brief mit entsprechendem Inhalt wird in den kommenden Tagen bei der Telekom eingehen.

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