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Kinokauf
11.06.2021

Mutige Investition in die Zukunft

FW- und SPD Fraktion in Rennertshofen sind sich einig

Das Thema bewegt die Menschen in Rennertshofen. Jetzt melden sich auch die Fraktionen der Freien Wähler und der SPD zu Wort. Sie sagen, dass die Entscheidung des Marktgemeinderats zum Kauf des Anwesens Marktstraße 24 (ehemaliges Kino Appel) „aus verschiedenen Gründen wichtig und richtig für die Zukunft der Großgemeinde Rennertshofen“ ist.

Die Kommune erwerbe eine Immobilie in bester Lage, mitten im Ortskern, eine einmalige Gelegenheit, die so nicht wiederkommen werde. Mit dem Erwerb werde das Gemeindevermögen nicht verringert, sondern der Wert der Immobilie durch zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden bei der Renovierung und durch die Investition von Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen erhöht. Eigentümer bleibt der Markt Rennertshofen.

Zudem ist eine Wohnung vorhanden, durch deren Vermietung Einnahmen erzielt würden. Nach Inbetriebnahme des „Kulturtreffs“ könne die Anmietung des „Markttreffs“ aufgegeben werden. Eine Kostenersparnis, die man gegenrechnen müsse. Mit der Schaffung von, seit langer Zeit gesuchten Parkmöglichkeiten, durch den Abriss eines Gebäudes im hinteren Teil des Grundstücks, lasse sich die Parksituation im Markt entspannen.

Wie die Fraktionen weiter erklären, seien in jüngster Vergangenheit alle Immobilien, Grundstücke und landwirtschaftlichen Flächen, die der Markt Rennertshofen gekauft habe, ohne „Wertermittlung“ erworben worden. Diese Käufe erfolgten in der Regel auch ohne ein vorhandenes Nutzungskonzept, sozusagen auf „Vorrat“. „Für die Nutzung des Kinokomplexes ist ein Konzept vorhanden, das zugegebenermaßen ambitioniert und mutig ist, aber das Potenzial hat, um über die Gemeindegrenzen hinaus ein Vorzeigeprojekt zu werden“, sagen Freie Wähler- und die SPD-Fraktion. Allen Vereinen, insbesondere denen, die sich kulturell betätigen, werde die Möglichkeit der Nutzung gegeben (nicht nur den Theaterfreunden Rennertshofen) und alle Bürger könnten Familienfeiern/ -treffen dort abhalten. Dafür stehe der in Gründung befindliche Verein „Kulturtreff Rennertshofen e.V.“. Die Gemeinde selbst könne dort etwa Bürgerversammlungen abhalten, ohne großen Aufwand hinsichtlich Auf- und Abbauarbeiten.

Wir sollten diesem neuen Verein dasselbe Vertrauen entgegenbringen, das wir allen Vereinen entgegengebracht haben, denen gemeindliche Immobilien überlassen oder für die Grundstücke erworben, Erschließungskosten übernommen und Zuschüsse gegeben wurden, um entsprechende Vorhaben zu realisieren.“ Es entstehe die einmalige Möglichkeit für Vereine, gemeinsam zu gestalten und für die Großgemeinde Rennertshofen zusammenzuwachsen.

Rennertshofen ist aktuell ohne Verschuldung. Die durch CSU/AB vorgeschlagene, aber nicht zur Abstimmung gebrachte Anmietung einer leerstehenden Gastwirtschaft ist keine Option. „Wir sollten gemeinsam an diesem Projekt arbeiten und diese unwiederbringliche Chance nutzen“, meinen sie am Ende. (nr)

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