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Karlshuld

15.11.2019

Kommunalwahl: Karlshulder Freie Wähler stehen bereit

Sie wollen 2020 ins Karlshulder Rathaus einziehen: Die Bewerber für den Gemeinderat um ihren Bürgermeisterkandidaten Michael Lederer.
Bild: Christian Hammerer

Michael Lederer wird in Karlshuld ebenso einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wie die Bewerber des Gemeinderats. Unter ihnen ist ein Staatssekretär.

36 Jahre hat Karl Seitle die Geschichte der Gemeinde Karlshuld beeinflusst. Das, was in dieser Zeit entstanden ist und verändert wurde, war maßgeblich sein Einfluss. Karl Seitle ist damit in das Geschichtsbuch der Donaumoosgemeinde eingegangen, und dieses gibt es nun an seinen Nachfolger weiter. Wenn es nach ihm ginge, gibt es dafür keinen besseren Mann als Michael Lederer. Seit 2002 ist er im Karlshulder Gemeinderat, in den vergangenen sechs Jahren war er Seitles Stellvertreter. „Ich bin stolz, dass wir ihn haben. Hätte ich vor sechs Jahren aufgehört, gebe es heute keinen Michael Lederer (als seinen Stellvertreter, Anm. d. R.) und damit vielleicht auch keinen Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler“, sagte Seitle bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler am Donnerstagabend in Karlshuld. Lederer als seinen Nachfolger zu wissen, wäre für Seitle das schönste Abschiedsgeschenk.

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Die symbolische Übergabe des Geschichtsbuchs an Michael Lederer ist auch Thema eines Films, den Christian Hammerer gedreht hat und der Karlshuld und seine Ortsteile – vielfach aus der Vogelperspektive gefilmt – zeigt. „Der Film zeigt eure und meine Heimat“, sagte Michael Lederer, als er sich den 140 Besuchern im Greppmair-Saal vorstellte. Unter seiner Führung solle es mit Karlshuld weiter vorwärts gehen. Sollte er der nächste Bürgermeister von Karlshuld werden, dann würde er sich dafür einsetzen, dass Karlshuld ein Ärztehaus bekäme. Auch ein neues Feuerwehrhaus, ein neuer Bauhof und die Modernierung und Erweiterung der Kläranlage zusammen mit Königsmoos stehen bereits auf der Agenda – unter seiner Ägide würden diese Projekte natürlich vorangetrieben und fortgeführt werden, und zwar unter der Prämisse: „Ich werde euch nichts versprechen, was ich nicht halten kann.“

Karlshuld geht es finanziell gut - noch zumindest

Dass Karlshuld finanziell gut dasteht, ist allgemein bekannt. „Karl Seitle wird die Gemeinde schuldenfrei hinterlassen. Aber wir wissen, dass es so nicht bleiben wird“, prognostizierte Lederer. Er würde sich nicht davor scheuen, Kredite aufzunehmen, wenn es notwendig sei. „Ich verspreche ihnen aber, dass ich mit dem Geld so umgehen werde, als sei es mein eigenes.“

Kommunalwahl: Karlshulder Freie Wähler stehen bereit

Auch das Thema Wohnen hat sich Michael Lederer auf die Fahnen geschrieben. Nach Jahren der zwangsweisen Stagnation, weil die Gemeinde ob ihres Wachstums nicht mehr mit dem Ausbau der Infrastruktur hinterher gekommen ist, will Lederer wieder Wohnraum schaffen. Er denkt dabei aber nicht nur an die Ausweisung von Bauplätzen, sondern auch an alternative Modelle wie etwa Reihenhäuser. Wohnlösungen will er aber nicht nur für junge (Karlshulder) Familien schaffen, sondern auch für Senioren, denen ihr Haus und Grund zu groß wird und die sich im Alter verkleinern möchten. Auch für Kinder wird die Gemeinde über kurz oder lang ein Dach über dem Kopf errichten müssen: Das Zauberwort heißt Ganztagsbetreuung in Form eines Horts. Nicht vergessen will Lederer bei seiner Arbeit die Vereine, Verbände und Kirchen in der Gemeinde, „denn sie sind der Rückgrat unserer Gesellschaft“. Lohn für seine Arbeit als Bürgermeister wäre, wenn einst seine Enkelkinder zu ihm sagen würden: In Karlshuld gefällt’s mir, hier will ich bleiben.

Karlshuld: Freie Wähler sind sich in der Frage des OB-Kandidaten einig

Dass der 45-Jährige die richtige Wahl für das Bürgermeisteramt von Karlshuld wäre, davon waren nicht nur Karl Seitle und die Vorstandsmitglieder des Freien-Wähler-Ortsverbands überzeugt, sondern auch die 125 Wahlberechtigten im Saal. Sie nominierten Michael Lederer einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten. Einigkeit gab es auch bei den Bewerbern für den Gemeinderat. Die 20 Kandidaten (plus Ersatzkandidat) wurden mit 100 Prozent Zustimmung gewählt. Im Internet stellen sich die Kandidaten in kurzen Videos vor.

Unter den Gemeinderats-Bewerbern ist auch ein prominenter Aspirant. Landtagsabgeordneter Roland Weigert will sich neben den wirtschaftlichen Belangen Bayerns, die ihn als Staatssekretär nach Mexiko, Äthiopien, Ägypten und in andere Teile der Welt verschlagen, auch um seine Heimatgemeinde Karlshuld kümmern.

Freie Wähler: Das sind die Bewerber für den Gemeinderat Karlshuld

  1. Michael Lederer aus Karlshuld, 45 Jahre, selbstständiger Kaufmann
  2. Werner Hecht aus Grasheim, 40 Jahre, Gärtnermeister und Landwirt
  3. Bianca Glöckl aus Karlshuld, 43 Jahre, selbstständige Kauffrau
  4. Roland Weigert aus Kleinhohenried, 51 Jahre, MdL
  5. Manfred Pelzer aus Neuschwetzingen, 59 Jahre, selbstständiger Gerüstbauer und Industriekaufmann
  6. Kai Czapko aus Karlshuld, 53 Jahre, Friseur
  7. Reinhard Schläfer aus Grasheim, 57 Jahre, technischer Betriebsinspektor
  8. Brigitte Fleichsmann aus Karlshuld, 64 Jahre, Bundesbahnbetriebsinspektorin
  9. Dr. Frank Schütz aus Karlshuld, 47 Jahre, Unternehmer, Informatiker und Universitätsdozent
  10. Christian Mattes aus Grasheim, 38 Jahre, Betriebsleiter eines Lebensmittelunternehmens
  11. Martina Kreitmeier aus Karlshuld, 49 Jahre, selbstständige Kauffrau
  12. Rosina Feigl aus Karlshuld, 59 Jahre, Lehrerin
  13. Roman Mnich aus Grasheim, 45 Jahre, Polizeibeamter
  14. Barbara Walter aus Neuschwetzingen, 48 Jahre, Bankkauffrau
  15. Andreas Seitz aus Karlshuld, 30 Jahre, Industriemeister Metall
  16. Silvia Hauser aus Karlshuld, 40 Jahre, Kinderpflegerin
  17. Silvia Hofstetter aus Karlshuld, 51 Jahre, Metzgereifachverkäuferin
  18. Johann Klink aus Grasheim, 37 Jahre, selbstständiger Unternehmer
  19. Rainer Wagner aus Karlshuld, 48 Jahre, Bautechniker
  20. Florian Walter aus Karlshuld, 32 Jahre, Erdbauer und Großhandelskaufmann

Ersatz: Stephan Pest aus Karlshuld, 47 Jahre, selbstständiger Verputzer


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