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Neuburg

02.01.2020

Marieluise Kühnl im Interview: Kultur als „homogenes Gesamtpaket“

Marieluise Kühnl ist die neue Kulturamtsleiterin in Neuburg.
Bild: Dorothee Pfaffel

Plus Marieluise Kühnl ist seit drei Monaten offiziell Kulturamtsleiterin in Neuburg. Im Gespräch verrät sie, warum sie die Position übernehmen wollte.

Frau Kühnl, seit die ehemalige Kulturamtsleiterin Kathrin Jacobs im Juni nach Würzburg gegangen ist, haben Sie ihre Position übernommen. Zuerst als Vertretung – und dann wurden Sie zur Kulturamtsleiterin ernannt. Gleichzeitig mussten Sie aber auch noch den Tourismus-Bereich verantworten. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

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Marieluise Kühnl: Sechs Monate lang musste ich eine Doppelfunktion erfüllen. Das war sehr stressig. Ich musste zwischen vielen Sachen hin und her switchen. Bei einem Telefonat ging es zum Beispiel um den Theaterspielplan, beim nächsten um Wanderungen. In einem Moment sprach ich über Konzerte, im nächsten über Messen. Ich musste die Newcastle-Konferenz, die 2020 in der Schweiz stattfindet, vorbereiten, aber auch die Sitzungen für den Kulturausschuss.

Warum wollten Sie Kulturamtsleiterin werden?

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Kühnl: Ich habe 27 Jahre lang im Tourismus gearbeitet – und das habe ich auch immer gerne gemacht. Aber als ich die Vertretung von Kathrin Jacobs übernommen habe, genauer gesagt nach der Sommerakademie, habe ich gemerkt, dass das ein sehr interessantes Feld ist. Und mal etwas Neues.

Gibt es einen Kulturbereich, für den Sie sich besonders interessieren, vielleicht auch privat?

Kühnl: Ich war schon als jugendliches Mädchen Theater-affin. Meine Eltern hatten ein Abo für das Theater in Ingolstadt. Da durfte ich manchmal mit. Theater ist ein toller Bereich. Und wir haben ja auch so ein schönes eigenes Stadttheater in Neuburg.

Gibt es sonst eine Veranstaltung oder eine Konzertreihe in Neuburg, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Kühnl: Die Sommerakademie ist für die Kulturarbeit in Neuburg ein Meilenstein. Sie ist eine der ältesten in Deutschland. Das ist eine ganz besondere Zeit, wenn so viele Künstler und Kulturinteressierte in der Stadt sind, die von auswärts kommen.

Konnten Sie sich schon Gedanken machen, was Sie als Kulturamtsleiterin gerne anpacken würden?

Kühnl: In den vergangenen sechs Monaten war ich vor allem damit beschäftigt, das Vorhandene aufrechtzuerhalten. Ich hoffe, dass ich mir Anfang nächsten Jahres, wenn ich mich voll auf den kulturellen Bereich konzentrieren kann, Gedanken machen kann, was ich Neues umsetzen könnte.

Welche Herausforderungen sehen Sie im Bereich Kultur auf sich zukommen?

Kühnl: In Neuburg gibt es sehr viele Vereine, die im kulturellen Bereich aktiv sind. Es ist schwer, eine Nische zu entdecken, die nicht von einem Verein abgedeckt wird. Das Kulturprogramm in Neuburg soll ja ein homogenes Gesamtpaket sein. Ich würde zum Beispiel keine Jazz-Reihe auf die Beine stellen, wo es doch das Birdland in Neuburg gibt. Außerdem ist es schwer, die vielen Vereine mit ihren Veranstaltungen im Jahresprogramm unterzubringen. Wenn beispielsweise zwei Vereine gleichzeitig ins Stadttheater wollen – wem gebe ich dann den Vorzug?

Zur Person: Marieluise Kühnl ist 56 Jahre alt. Sie ist in Augsburg geboren, in Pöttmes aufgewachsen. Sie hat Betriebswirtschaft/Tourismus in Worms studiert. Danach, im Jahr 1992, kam sie nach Neuburg.

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