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Ingolstadt

23.06.2019

Nach Unfall auf der A9: Die Polizei sucht nach flüchtigem R8-Fahrer

Die Polizei sucht nach dem Fahrer eines Audi R8, der nach einem Unfall auf der A9 bei Ingolstadt geflüchtet ist.
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Die Polizei sucht nach dem Fahrer eines Audi R8, der nach einem Unfall auf der A9 bei Ingolstadt geflüchtet ist.
Bild: Heinz Reiß

Der Fahrer eines Audi R8 ist auf der A9 bei Ingolstadt in ein anderes Auto gekracht. Dessen Fahrer schwebt immer noch in Lebensgefahr, der Unfallverursacher flüchtete zu Fuß.

Am Sonntagfrüh ist es auf der A9 bei Ingolstadt zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem zwei Personen schwer verletzt worden sind. Der Unfallverursacher, der Fahrer eines Audi R8, flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Sein Aufenthaltsort und seine Identität sind laut Polizei weiterhin unklar.

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Wie sich aus ersten Erkenntnissen der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt ergab, fuhr der bislang unbekannte Fahrer des Audi R8 am Sonntag gegen 6.15 Uhr zunächst auf der linken Fahrspur der A9 in Fahrtrichtung München. Zwischen den Anschlussstellen Ingolstadt-Süd und Manching verlor der mit hoher Geschwindigkeit fahrende Audifahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und schleuderte nach rechts, wo er auf der rechten Fahrspur in das Heck eines deutlich langsamer fahrenden Peugeot prallte.

Der R8 kam danach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich im Bereich eines Lärmschutzwalls und blieb etwa 100 Meter nach der Kollisionsstelle im Böschungsbereich liegen. Der Peugeot schleuderte durch den Aufprall über alle Fahrstreifen nach links und kam knapp 200 Meter nach der Unfallstelle auf der Fahrbahn zum Stehen.

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Ein 21-Jähriger schwebt immer noch in Lebensgefahr

Die beiden Fahrzeuginsassen des Peugeot, der 21-jährige Fahrzeuglenker aus dem Landkreis Pfaffenhofen sowie seine 20-jährige Beifahrerin aus dem Landkreis Regensburg, erlitten schwere Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Für den 21-Jährigen besteht aufgrund der Schwere der Verletzungen aktuell immer noch Lebensgefahr. Für die Unfallaufnahme musste die Autobahn bis 10.15 Uhr komplett gesperrt werden.

Nach einem Unfall auf der A9 bei Ingolstadt ist ein R8-Fahrer zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet.
Bild: Heinz Reiß

R8-Fahrer flüchtet vom Unfallort - Fahndung bisher erfolglos

Der Fahrer des Audi R8 war unmittelbar nach dem Unfall zu Fuß von der Unfallstelle auf der Autobahn geflüchtet. Nach derzeitigen polizeilichen Erkenntnissen lief er dabei in Richtung des Ingolstädter Ortsteils Rothenturm. Dort versuchte er in der Unsernherrner Straße, ein Fahrrad für die weitere Flucht zu stehlen, was ihm jedoch nicht gelang.

Unmittelbar nach dem Unfallgeschehen veranlasste, sehr umfangreiche polizeiliche Fahndungsmaßnahmen im südlichen Stadtbereich, zu denen neben einer Vielzahl von Polizeistreifen auch ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Diensthunde eingesetzt wurden, führten bisher nicht zur Festnahme des Flüchtigen.

R8-Fahrer war mit gefälschten Kennzeichen unterwegs

Nachforschungen zu dem von ihm benutzten Audi R8 ergaben, dass dieses Fahrzeug aktuell nicht mehr zugelassen ist. Die zum Unfallzeitpunkt am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen waren gefälscht. Die polizeilichen Ermittlungen zum weiteren Verbleib des Audi R8 seit der Stilllegung bei dem letzten registrierten Halter, einer Firma, dauern noch an.

Hinsichtlich weiterer Straftaten, wie einem möglichen vorausgehendem Diebstahl des Fahrzeugs und zur Spurensicherung an dem Fahrzeug, ist auch die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt in die Ermittlungen mit eingebunden.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei bittet weiterhin um sachdienliche Hinweise zur Ermittlung der Identität und des Aufenthaltsortes des Flüchtigen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann möglicherweise mit einem Taxi, einem Linienbus oder auch per Anhalter seine Flucht fortgesetzt hat. Er könnte auch Unterschlupf in Beherbergungsbetrieben gesucht haben.

Die anhand zusätzlicher Erkenntnisse angepasste Beschreibung des flüchtigen Mannes: Er ist etwa 35 bis 40 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß, hat dunkle, leicht grau melierte Haare und einen leichten Bauchansatz. Durch leichtere Verletzungen wie Prellungen könnte er möglicherweise bewegungseingeschränkt sein. Der Mann trug eine lange Hose und ein weißes T-Shirt.

Sachdienliche Hinweise werden von der Polizei unter der Telefonnummer 0841-93430 entgegen genommen. (nr)

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24.06.2019

Die Frage dürfte sein ,ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung diese Tat verhindert hätte . Bestes Beispiel sind ja die "Innenstadt-Raser" der vergangenen Jahre ! Die in der Stadt geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h , oder gar 30 km/h (Leipziger Straße in Berlin) haben die Raser auch nicht von ihrer kriminellen Tat abgehalten . Hier wären wirklich harte Strafen höchst dringlich !! Vor Jahren gab es einmal einen ähnlich schweren Unfall auf der Autobahn bei Frankfurt . Es wurden zwei junge Insassen eines "langsamer" fahrenden Autos schwer verletzt und für ihr Leben "gekennzeichnet" (abgebrannte Hände, amoutierte Gliedmaßen etc) . Der damalige Täter war unter Kokain- und Alkoholeinfluß viel zu schnell gefahren und in das andere Auto hineingerast . Der Täter erhielt eine 2jährige Bewährungsstrafe - wohl wegen seiner Drogensucht .

Es fehlt in Deutschland an den gerechten Strafen für kriminelle Handlungen . Unsere Richter sind das Problem . Das Berliner "Raserurteil" kam ja nur aufgrund der Standhaftigkeit des Sohnes des Todesopfers zustande, weil dieser hartnäckig blieb bis zum Schluß .

Hätte das Todesopfer keinen Sohn gehabt , wären die kriminellen Raser auch mit den Bewährungsstrafen davongekommen .

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24.06.2019

Man kann nur hoffen, dass dieser Verkehrsverbrecher möglichst schnell gefasst und
aus dem Verkehr gezogen wird. Denn da kommt wohl einiges zusammen.
Den Geschädigten wünsche ich gite Besserung.

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23.06.2019

Auto Kennzeichen gefälscht, bestimmt keine Versicherung,... und gerastet. Das ist nicht besser als die Berliner Mordraser... wenn sie den erwischen, gibt es sicherlich nur knapp 2 Jahre auf Bewährung. Versuchter Mord wäre da wohl eher angemessen.

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23.06.2019

Fragt doch mal unseren schlauen Verkehrsminister, warum er solche Raser weiter moralisch unterstützt !
Ich war gerade in Österreich und habe das entspannte Autobahnfahren bei 130 genossen.

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24.06.2019

Der "schlaue" Verkehrsminister tut doch nur seine Pflicht, also
das, was die Lobbyisten der Automobilindustrie vorgeben.

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23.06.2019

Jetzt werde die Anhänger vom unbeschränkten Rasen behaupten, dass der Peugeot eben zu langsam war.
Das Leid und Elend und der Stress könnte vermieden werden, wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 140 km/h käme. Durch den gleichmäßigen Verkehr und weniger Staus durch Unfälle käme ich dann als Vielfahrer schneller und entspannter am Ziel an.

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24.06.2019

Autos mit solchen perversen PS-Zahlen gehören auf die Rennstrecke, aber nicht auf
öffentliche Strassen mit "normalen" Verkehrsteilnehmern. Wer meint, solche Protz-
karrossen fahren zu müssen, bei dem gibt es sicher anderweitige Mängel.

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