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Neuburg

27.11.2019

Neubaugebiet Heinrichsheim: Anschluss steht, Durchfahrt ist frei

Die Durchfahrt durch Heinrichsheim ist wieder frei, der Kreisverkehr steht. Er führt auch in das Neubaugebiet mit seinen 27 Grundstücken, in dem rund 49 Wohneinheiten entstehen. Ein Doppelhaus an der Heinrichsheimstraße beim Kreisverkehr ist bereits gebaut, wie zu sehen ist.
Bild: Manfred Rinke

Plus Die monatelang gesperrte Durchfahrt durch Heinrichsheim ist wieder frei. Der Kreisverkehr beim Neubaugebiet steht. Eine Sache ging dort aber nicht auf.

Der Kreisverkehr an der Heinrichsheimstraße, der das derzeit größte Wohnbaugebiet, das in Neuburg entsteht, anschließen wird, ist nach monatelanger Arbeit endlich fertig, die Durchfahrt durch Heinrichsheim seit Montag wieder möglich. Bis Weihnachten, so hofft Christoph Gastl vom Bauamt, sollen auch die zwei weiteren noch benötigten Straßen im Neubaugebiet fertiggestellt sein. Ob die Zeit im alten Jahr noch für die Asphaltdecke reicht, weiß er nicht. Mit der Bebauung richtig losgehen wird es dann im neuen Jahr. Insgesamt entstehen auf 27 Grundstücken rund 49 Wohneinheiten. Heinrichsheim Mitte war eines der Themen im Bauausschuss am Mittwochabend.

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Dort ging es unter anderem um die Namen, die die beiden neuen Straßen erhalten sollen. Aus einem Angebot von insgesamt 22 Vorschlägen entschieden sich die Mitglieder des Bauausschusses letztlich für Josy-Meidinger-Straße und Ruth-Crämer-Straße. Ruth Crämer ist eine ehemalige Lehrerin und Historikerin, die die Ortschronik zu Heinrichsheim verfasst hat.

Nur sieben der 27 Grundstücke in Heinrichsheim gehören der Stadt

Außerdem ging es um einen Bauantrag für ein 1400 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Areal. Dort sollen sieben Reihenhäuser mit 14 Stellplätzen entstehen. Da für diese Parzelle im Bebauungsplan ursprünglich nur zwölf Stellplätze vorgesehen waren, musste der Bauausschuss am Mittwoch für die Aufstockung erst noch das gemeindliche Einvernehmen erteilen. Auf den anderen Grundstücken werden Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen, womit sich die Bebauung dem Umfeld anpasst. Bis auf den Bauantrag für die Reihenhäuser wurde noch kein weiterer behandelt.

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Sieben der 27 Grundstücke im Neubaugebiet gehören der Stadt Neuburg. Eines an der Heinrichsheimstraße wurde schon verkauft. Darauf steht bereits ein Doppelhaus. Die restlichen Grundstücke werden im neuen Jahr zum Kauf angeboten.

Keine Nahwärmeversorgung für das neue Baugebiet in Heinrichsheim

Eigentlich stand bis Mitte des Jahres noch die gute Idee, das gesamte Neubaugebiet als erstes reines Nahwärme-Wohngebiet entstehen zu lassen. Doch daraus wird nichts, weil die Grundstücksbesitzer nicht mitspielen. Dabei wäre der Aufbau der Nahwärmeversorgung für das Neubaugebiet in Heinrichsheim Mitte überschaubar gewesen. Der Anschluss an die Wohnhäuser hätte von einer Hauptleitung, ausgehend von der Justizvollzugsanstalt, hergestellt werden können. Wer baut, hätte sofort einen Hausanschluss erhalten. Das heiße Wasser aus der Wärmeleitung würde im Keller durch einen Tauscher und danach in die Heizröhren geschickt. Dass die Eigentümer weiterhin Öl oder Gas den Vorzug geben, war auch schon vor über zehn Jahren im Stadtteil Bruck der Fall. Dort hätte im Neubaugebiet Obere Stockäcker ein Blockheizkraftwerk die entstehenden Häuser ebenfalls mit Nahwärme versorgen sollen. Aber die Grundstücksbesitzer hatten sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen.

Dass auch in Heinrichsheim kein Eigentümer unterzeichnungsbereit war, tut Oberbürgermeister Bernhard Gmehling „sehr leid“. Die Grundstücksbesitzer wollen, wie er erfahren hat, ihre Grundstücke erst nach und nach veräußern und sind nicht bereit, mit der großen Vorinvestition für den Nahwärmeanschluss in Vorleistung zu gehen. Auf welche Art die späteren Eigentümer ihre Wohnhäuser heizen wollen, soll ihnen nun selbst überlassen bleiben. Gmehling hätte in dem Neubaugebiet einen optimalen Standort für eine Nahwärme-Mustersiedlung gesehen. Die Stadt hätte intensiv um die Anschlüsse geworben. Letztlich aber seien sämtliche Bemühungen umsonst gewesen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Manfred Rinke: Gute Gründe für die Nahwärme in Heinrichsheim

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