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Neuburg
03.09.2021

Das Ende des Altstadtbusses in Neuburg: „Ein fatales Signal“

Für Busfahrer Ronny Haferburg keine Ausnahmesituation: Durch die Obere Altstadt in Neuburg steuert er den Stadtbus oft ohne Fahrgäste.
Foto: Andreas Schopf

Sozialreferent und Stadtrat Ralph Bartoschek ist enttäuscht, dass die Mehrheit der Neuburger Mandatsträger sich für das Ende des Altstadtbusses entschied. Er erklärt auch, warum.

Für „grundlegend falsch“ hält der Sozialreferent im Stadtrat, Ralph Bartoschek (SPD) die Entscheidung, den Stadtbus nicht mehr durch die Altstadt fahren zu lassen.

Die Entscheidung des Werkausschusses, die in zweiter Instanz mit 8:5 Stimmen eher knapp ausgefallen sei, gleiche in Zeiten, wo zunehmend von Inklusion und Teilhabe gesprochen werde, einem „kommunalpolitischen Offenbarungseid“. Als Stadtrat und Demokrat habe Bartoschek dieses Abstimmungsergebnis anzuerkennen, sehe es aber als „ein fatales Signal“, dieses mit Wirtschaftlichkeit und geringen Fahrgastzahlen zu begründen.

Bartoschek erinnert an 2019, als Deutschland 70 Jahre Grundgesetz, 25 Jahre Benachteiligungsverbot wegen einer Behinderung und nicht zuletzt zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention gefeiert habe. Deutliche Zeichen, wie tief die Grund- und Menschenrechte – und damit auch das Recht auf Teilhabe und Inklusion – in unserer Gesellschaft zu verankern wären.

Mit der Entscheidung habe man sich gegen gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion benachteiligter, alter und/oder behinderter Altstadtbürger entschieden. Mitbürger, die Probleme haben aufgrund ihrer Einschränkungen etwa in Museen, Theater, die Stadtverwaltung oder die Lokale der Altstadt zu kommen, sei der Weg dorthin verwehrt worden. „Das ist sehr schade“, schließt der Sozialreferent. (nr)

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