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Neuburg-Schrobenhausen
22.11.2021

Mobilfunk bleibt das Hauptthema für die ÖDP in Neuburg-Schrobenhausen

Der Vorstand der ÖDP im Landkreis: (sitzend auf der Bank): Carola Hentschel (Beisitzerin), Holger Geißel (Kreisvorsitzender), Monika Diermayer-Mittasch (Schatzmeisterin), Klaus Harsch (Schriftführer), (kniend vor der Bank) Michael Stichlmeier (stellvertretender Kreisvorsitzender) und Monika Bichler (stellvertretende Kreisvorsitzende). Nicht im Bild: die beiden Rechnungsprüferinnen Anna Reil aus Oberhausen und Sandy Grande aus Neuburg.
Foto: Sandy Grande

Die Öko-Partei, die das Paketzentrum in Weichering und den geplanten Kiesabbau im Landkreis ablehnt, will auch künftig auf die Gefahren von Funkwellen und die Moorsackung im Donaumoos hinweisen.

Die ÖDP im Landkreis bleibt auch nach den Neuwahlen des Kreisvorstands ihrem Kernthema Mobilfunk treu. „Egal wo und mit welchem Referenten: Jede Veranstaltung war sehr gut besucht und das Interesse in der Bevölkerung groß“, sagte der wiedergewählte Kreisvorsitzende Holger Geißler. Vorträge zu diesem Thema gab es unter anderem in Haselbach, in Schrobenhausen, in Neuburg und Straß. Dass Funkstrahlung nicht nur Mensch und Tier schädigt, sondern auch Pflanzen große Schäden davon tragen, zeigte ein ÖDP-Spaziergang in Neuburg zu funkstrahlengeschädigten Bäumen mit Dr. Cornela Waldmann-Selsam. Was einen Baum umbringe, könne auch der Gesundheit des Menschen nicht förderlich sein, so Holger Geißel.

Weil die ÖDP bei dem Thema ein Alleinstellungsmerkmal für sich sieht („Wir sind die einzige Partei, die sich traut, Roß und Reiter zu nennen.“), will sie einen „regionalen Arbeitskreis Mobilfunk“ gründen. „Wir müssen uns über den Landkreis hinaus vernetzen und Ansprechpartner suchen, um die Strahlungsbelastung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten“, sagte Geißel.

Auch den nach Meinung der ÖDP überdimensionierten Kiesabbau im Landkreis sowie das geplante Paketzentrums bei Weichering lehnen die Parteimitglieder ab, die bei der Kommunalwahl 2020 in Ehekirchen mit Paul Utz einen ÖDP-Vertreter platzieren konnten.

ÖDP will die zweite Donaubrücke im Osten Neuburgs verhindern

Für die Landtagswahl 2023 hat sich Holger Geißel schon Ziele gesetzt: die Verhinderung der zweiten Donaubrücke „durch ein schützenswertes Auwaldgebiet auf Neuburger und Joshofener Seite“ sowie die Renaturierung des Donaumooses. „Die jährliche Moorsackung und daraus folgend die Freisetzung von 400.000 Tonnen CO2 müssen endlich aufgehalten werden.“ Ein Hektar entwässertes Moor würde pro Jahr in etwa die gleiche Menge an Treibhausgasen freisetzen wie eine Autofahrt vom Nord- zum Südpol.

Die Neuburgerin Sandy Grande forderte die Versammlung auf, alle Kräfte zu mobilisieren, um „die durch ein FFH-Gebiet geplante Monsterbrücke zu verhindern und den Englischen Garten für die Nachwelt zu retten“. Der Englische Garten müsse in seiner Schönheit und Einzigartigkeit für die Bürgerinnen und Bürger und deren Nachkommen erhalten bleiben. Auch auf Joshofender Seite würde ein nicht wieder gutzumachender Schaden entstehen. „Ausgleichsflächen für den Auwald sind dummes Geschwätz“, war die einhellige Meinung der Kreisverbandsmitglieder. Wer seine Heimat liebe, zerstöre sie doch nicht, darüber sollten die Brücken-Befürworter im Neuburger Stadtrat noch einmal nachdenken.

ÖDP nimmt sich der ökologischen Landwirtschaft in Neuburg-Schrobenhausen an

Darüber hinaus will sich die ÖDP verstärkt dem Thema der ökologischen Landwirtschaft widmen, weshalb sie für diesen Bereich ebenfalls einen Arbeitskreis gründen wird. Federführend werden diesen die Bio-Bauern Anna Reil und Michael Stichlmeier aus Oberhausen leiten. Ziel sei es, Landwirte zu mehr „Öko“ zu bewegen.

Die Pläne für das nächste Jahr sehen vor, dass die ÖDP spätestens im Sommer eine Führung durch das Goachat und durch das Donaumoos organisieren möchte.

Die Vize-Kreisvorsitzende Monika Bichler sprach noch Tempo 130 auf Autobahnen an, das ihrer Meinung nach unbedingt in den Koalitonsvertrag der neuen Regierung gehöre. „Es reduziert den Schadstoffausstoß und Energieverbrauch, entlastet das Klima, senkt die Zahl tragischer und tödlicher Verkehrsunfälle“, sagte sie. (nr)

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