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Neuburg

25.09.2018

Neuburg bekommt ein neues Parkhaus

Das Parkhaus an den Kliniken St. Elisabeth diente der Stadt als Vorbild für die Planungen des neuen Parkhauses am Parkbad. Wie im bereits bestehenden Parkhaus am Krankenhaus, soll es auch im neuen Parkhaus einen Aufzug geben. Endgültig beschließt darüber der Werkausschuss.
Bild: Marcel Rother

Die Stadt beschließt den Bau eines Parkhauses mit 243 Stellplätzen am Parkbad. Diskussionen gab es um die Höhe der Kosten und um einen Aufzug.

Es ist geschafft: Nach über drei Jahren Planung hat der Stadtrat am Dienstagabend den Bau eines Parkhauses auf dem jetzigen Parkbad-Parkplatz beschlossen. Auf acht versetzt angeordneten Halbebenen sollen 243 Parkplätze entstehen. Die Baukosten liegen bei knapp 2,5 Millionen Euro – 2,1 Millionen Euro waren veranschlagt (wir berichteten). Die Preissteigerung sorgte in dem Gremium ebenso für Diskussionen wie die Frage, ob ein Parkhaus heutzutage einen Aufzug benötigt.

Warum das Parkhaus in Neuburg teurer wird

„Die Baupreise spielen derzeit völlig verrückt“, sagte Jürgen Maas, Geschäftsführer der SMP Projektmanagement GmbH aus Martinsried, zuständig für die Entwurfsplanung und Kostenberechnung. Daher die Kostensteigerung. Der Markt sei dermaßen überhitzt, sagte er, dass sogar mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen sei. Notfalls könne auf einem Parkdeck die Hälfte der Stellplätze weggelassen werden, um im Kostenrahmen und damit handlungsfähig zu bleiben, schlug er im Stadtrat vor. Der Planer hatte nicht nur Hiobsbotschaften, sondern auch gute Nachrichten für die Stadträte: Die Parkplätze sollen 2,65 Meter breit werden, breiter als gewöhnliche Parkplätze in Tiefgaragen oder Parkhäusern. „Die Autofahrer können somit leichter ein- und ausparken, haben mehr Platz, die Türen auf- und zuzumachen und ein- und auszusteigen.“ Wie beispielsweise ältere Menschen oder Familien mit Kindern anschließend von den oberen Ebenen nach unten gelangen sollen, ließ er dagegen offen. Er hatte lediglich geplant, was der Werkausschuss in der Vergangenheit beschlossen und wozu er entsprechend den Auftrag erhalten hatte: Ein Parkhaus – allerdings ohne Aufzug.

Eine Fehlentscheidung, wie sich im Stadtrat herausstellen sollte. Denn obwohl Oberbürgermeister Bernhard Gmehling im Vorfeld der Stadtratssitzung keinen Hehl daraus machte, aus Kostengründen an der Variante ohne Aufzug festhalten zu wollen, stieß er damit auf breiten Widerstand unter den Stadträten unterschiedlichster Fraktionen. Elfriede Müller von der CSU sagte, sie könne einem Entwurf ohne Aufzug nur schwer zustimmen – allein, wenn sie an ältere Menschen und Mütter mit ihren Kindern denke. Klaus Brems von den Freien Wählern stellte die rhetorische Frage, ob Familien samt Kinderwagen ohne Aufzug auf der Fahrbahn nach unten fahren sollen? Und Bettina Häring von der FDP bezeichnete einen Aufzug schlicht als „zwingend notwendig“. Mit Blick auf ihre eigene derzeitige gesundheitliche Einschränkung, und die des OB, der kürzlich an der Hüfte operiert wurde, appellierte sie an das Stadtoberhaupt: „Niemand weiß das besser als Sie und ich.“

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Wer über einen Aufzug für das neue Parkhaus entscheidet

Schließlich wurde es genau so beschlossen: Bis zur nächsten Werkausschusssitzung im Oktober soll die Firma SMP den Einbau eines Aufzugs in den bestehenden Entwurf einfügen, samt Kostenschätzung und Folgekosten für Wartung, eventuelle Reparaturen und den Unterhalt eines Rufsystems. Die reinen Mehrkosten für den Bau dürften bei rund 60000 Euro liegen. „Davon sollten wir uns nicht aufhalten lassen: Wir brauchen das Parkhaus schnellstmöglich“, sagte Ralph Bartoschek von der SPD.

Lesen Sie hier den dazugehörigen Kommentar.

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