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Neuburg

20.10.2020

Neuburger Fadenspieler bekommen einen Kulturpreis

Die Neuburger Fadenspieler begeistern das Publikum seit vielen Jahren, unter anderem mit dem Stück „Die verrückten Steckenpferde“.
Bild: Stilla Bauch

Plus Der Umzug des Neuburger Marionettentheaters in die Amalienschule ist aufwendiger als gedacht. Da kommt die Prämie des Oberbayerischen Kulturpreises gerade richtig.

Bald ist es soweit: Die Neuburger Fadenspieler erhalten den Oberbayerischen Kulturpreis (wir berichteten). Wie nun bekannt wurde, findet die Verleihung am 15. November im Kloster Seeon statt, dem Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern. „Das ist ganz toll“, freut sich Edeltraud Schubert, Vorsitzende des Vereins. Sie erinnert sich: „Wir waren sehr überrascht und haben uns riesig gefreut, als wir im vergangenen Jahr erfahren haben, dass wir diese Auszeichnung bekommen.“ Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Was die Fadenspieler mit dem Geld machen, ist schon klar.

Fadenspieler Neuburg bekommen neue Beleuchtungsanlage

Sie stecken es in ihren Umzug. Das Neuburger Marionettentheater musste aus dem Loiblhaus ausziehen, weil das Stadtarchiv den Platz benötigt. Seit dem 1. Oktober läuft nun der Mietvertrag mit der Amalienschule. Dort muss allerdings noch einiges renoviert und verändert werden, bis die Fadenspieler das erste Stück aufführen können. Der Zuschauerraum müsse zum Beispiel neu gemacht werden, erzählt Schubert. Statt einzelner Stühle sollen dort künftig Bänke stehen. Außerdem wollen die Fadenspieler die technischen Anlagen austauschen. Dazu gehört eine neue Beleuchtung mit Scheinwerfern und Schaltpult sowie eine Bühne mit Eisenkonstruktion. Finanziert werden die Umbaumaßnahmen vor allem durch Zuschüsse und Spenden, berichtet die Vereinsvorsitzende.

Am Samstag packen die Mitglieder des Marionettentheaters wieder an. Requisiten und Kulissenteile müssen vom alten zum neuen Standort transportiert werden. Alles kann aber nicht mit. Die einstigen Vorhänge dürfen die Fadenspieler beispielsweise nicht mehr verwenden, sagt Schubert. Die entsprechen nicht der aktuellen Brandschutzverordnung. Der Umzug habe auch etwas Gutes, findet die Vereinsvorsitzende: „Wir können unseren Bestand ordnen und entdecken Sachen, von denen wir gar nicht mehr wussten, dass sie noch existieren.“

Im Dezember wollen die Fadenspieler "Rotkäppchen" aufführen

Ende November soll der Umzug abgeschlossen sein, hofft Schubert. Denn am dritten und vierten Adventswochenende wollen die Fadenspieler das erste Stück im neuen Theater aufführen: „Rotkäppchen“. Wahrscheinlich jedoch nur vor rund 20 Zuschauern, bedauert die Vereinsvorsitzende. Zum einen, weil der Zuschauerraum in der Amalienschule kleiner sei als der im Loiblhaus, zum anderen, weil auch die Fadenspieler die Corona-Abstandsregeln einhalten müssen. Die Besetzung der aktiven Marionettenspieler wird dann eine andere sein: Drei Männer sind zum zehnköpfigen Team dazugestoßen, drei Frauen ziehen sich zurück.


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