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31.01.2020

Online-Petition ist geschafft

Es war ein Krimi bis zur letzten Minute

Es war ein regelrechter Krimi, der an den Nerven der Organisatoren zerrte. Am 1. Dezember war eine Online-Petition gestartet, die die Einführung des sogenannten „Magnitski-Gesetz“ in Deutschland fordert. In der Petition hieß es: Millionen Gewissensgefangene werden in China von der Kommunistischen Partei verfolgt, illegal inhaftiert, gefoltert, Gehirnwäsche und Zwangsarbeit unterzogen und ihrer Organe beraubt. Opfer sind Uiguren, Tibeter, Christen und Anhänger der Meditationspraktik Falun Gong. Aber es geht nicht nur um Menschenrechtsverletzer aus China, sondern aus der ganzen Welt, wie Ursula Dusolt sagt. Sie engagiert sich seit Jahren für den chinesischen Organraub und somit ist sie auch Unterstützerin der Petition. Sie soll erreichen, dass der Deutsche Bundestag den Global Magnitsky Act wie bereits 2016 in den USA umsetzt.

50.000 Unterschriften brauchte die Petition. Doch nach über drei Wochen hatten erst circa 9000 Menschen unterschrieben. „Ich dachte mir, das kann doch nicht sein“, berichtet die Rennertshofenerin. Das Interesse an den Infoständen in Neuburg sei sehr groß gewesen.

Deswegen rührten die Intitiatoren noch einmal ordentlich die Werbetrommel. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte startete einen Videoaufruf, der Präsident des Weltkongresses der Uiguren mobilisierte Uiguren in verschiedenen Ländern zum Unterschreiben, viele Hongkong-Chinesen machten mit und Vietnamesen sammelten auf der Straße Unterschriften und faxten 5000 an die Bundesregierung, berichtet Dusolt. Allein am Samstag, 28. Dezember, seien so 25.000 Unterschriften zusammengekommen. So wurde es schließlich geschafft. Am Ende hatten 62.961 Menschen online unterschrieben, 18.600 waren offline eingegangen. Nun kriegen die Organisatoren eine Anhörung im Deutschen Bundestag, um den Abgeordneten ihr Anliegen zu verdeutlichen.

Für Dusolt zeigt das Engagement für die Petition, dass es sich für Bürger lohnt, sich für eine Herzensangelegenheit zu engagieren: „Es ist wichtig, dass man nicht nach dem Motto handelt, dass es ja ohnehin nichts bringe.“ (glori)

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