Newsticker

EU sichert sich bis zu 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Ortssprecherwahl: Johannes Stark bleibt Barings Sprachrohr

Bergen

27.09.2020

Ortssprecherwahl: Johannes Stark bleibt Barings Sprachrohr

Mit überwältigender Mehrheit wurde Bergens Ortssprecher Johannes Stark im Amt bestätigt.
Bild: Andreas Dengler

Plus Der Neuburger Stadtteil Bergen wählte einen Ortssprecher. Mit großer Mehrheit wurde Amtsinhaber Johannes Stark bestätigt. Welche Themen die Baringer besonders umtreiben.

Fast 100 Prozent erreichte Johannes Stark bei der Ortssprecherwahl am vergangenen Freitag im Neuburger Stadtteil Bergen. Von den insgesamt 59 Stimmberechtigten votierten 55 für Stark. Eine Stimme entfiel auf Starks Vorgänger Otto Egen, der im Jahr 2014 nach 38 Jahren seinen Dienst quittiert hatte. Drei Stimmen erklärte der Wahlausschuss für ungültig. Stark war der einzige Bewerber um das Amt. Der 66-jährige Rentner wird auch in den kommenden sechs Jahren die Interessen der Baringer im Neuburger Stadtrat vertreten.

Bergen: Ortssprecherwahl in Corona-Zeiten

Unter strengen Corona-Auflagen fand die erste Ortssprecherwahl der Stadt Neuburg im Landgasthof Baringer Hof statt. Mit Masken und tischweise wurden die Bergener in den Wahlraum gebeten. Um möglichst Kontakt zu vermeiden, war im Nebenraum ein Wahllokal eingerichtet. Mit nur 59 Besuchern war die Wahl für Bergener Verhältnisse eher schwach besucht – aber auch das war der Pandemie geschuldet.

Damit in einem Stadtteil ein Vertreter ernannt werden darf, sind verschiedene Kriterien zu erfüllen. In dem Ortsteil darf kein Stadtratsmitglied wohnen und mindestens ein Drittel der Ortsteilbewohner müssen zuvor einen Antrag für eine Ortssprecherwahl unterzeichnen. Es wurde coronabedingt nur das Minimum an Stimmen für den Antrag gesammelt, erklärte Stark. Von den 301 Wahlberechtigten in dem 400-Seelen-Dorf hatten 106 den Antrag für die Wahl eines Ortssprechers unterzeichnet.

OB Gmehling gratulierte mit Ellenbogen-Check

Statt mit Handschlag gratulierte Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling ( CSU) dem wiedergewählten Ortssprecher mit einem Ellenbogen-Check. „Stark überzeugt durch Argumentation und vernünftiges Reden“, lobte der OB die Zusammenarbeit mit dem pensionierten Arbeitsvermittler. Bereits seit 2014 fungiert Stark als Stimme der Bergener. Seit knapp 40 Jahren lebt er mit seiner Ehefrau, einer gebürtigen Baringerin, in dem Neuburger Stadtteil. Die vergangenen sechs Jahre liefen gut, sagte Stark. „Wir haben eine wunderbare Dorfgemeinschaft und ein aktives Dorfleben“, beschrieb der Ortssprecher seine Heimat. Dennoch werde in Baring ein Sprecher gebraucht und gewünscht, betonte er.

Die Ortsversammlung mit dem OB und dem dritten Bürgermeister Peter Segeth (CSU) sowie den Stadträten Bernhard Pfahler und Klaus Babel (beide Freie Wähler) nutzten die Baringer, um ihre Anliegen vorzubringen. Der Ausbau des Mobilfunknetzes, die Instandhaltung der Feldwege, die Straßenbeleuchtung und das Feuerwehrfahrzeug waren die wichtigsten Themen für die Baringer. Der Ausbau des Mobilfunknetzes liege in der Hand der Telekom, erklärte Stark. Gemeinsam mit der Stadt will die Ortsgemeinschaft ein Schreiben an die Staatsregierung verfassen, um den Ausbau voranzutreiben. „Es ist kein Zustand, dass ganze Ortschaften nicht versorgt sind“, beklagte der OB.

Warum in Ried ein Ortssprecher gewählt wird

Bereits am Montag wird in Joshofen ein neuer Sprecher gewählt. In den Stadtteilen Bruck, Marienheim, Ried und Zell sind in den kommenden Wochen ebenfalls Wahlen vorgesehen. Dass im Neuburger Stadtteil Ried eine Wahl nötig wird, ist ungewöhnlich. In der Vergangenheit wohnte mindestens ein Stadtratsmitglied in Ried und vertrat damit die Interessen des Stadtteils. Nach dem Rückzug von Klaus Brems (Freie Wähler) hat Ried aber keinen einzigen Mandatsträger mehr. Zum ersten Mal seit der Eingemeindung können die Rieder daher einen Ortssprecher wählen.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren