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Neuburg

23.01.2020

Paul-Winter-Realschule: Neuburger Musterschule nimmt Gestalt an

Entlang des Hanges erstreckt sich das Ensemble der neuen Paul-Winter-Realschule auf einer Länge von 500 Metern. Insgesamt fällt das Gelände von West nach Ost um 28 Meter ab, eine Herausforderung für die Planer.
Bild: Norbert Eibel

Plus Die Arbeiten an der neuen Paul-Winter-Realschule liegen voll im Soll. Die Kreistagsmitglieder informierten sich beim Ortstermin über den Baufortschritt.

Es ist zugig und lausig kalt an diesem Januarnachmittag auf der Megabaustelle am Kreuter Weg – nur in der Turnhalle ist es kuschlig warm, weil dort geheizt wird. Der Innenausbau ist dort in vollem Gang. Der Baustellenrundgang am Donnerstag auf dem Gelände der neuen Paul-Winter-Realschule stieß auf reges Interesse. 34 Kreisräte nahmen die Gelegenheit wahr, um sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten des teuersten Bauprojektes in der Geschichte des Landkreises zu machen.

Die Pausenhalle und der daran anschließende Pausenhof öffnen sich zum Hang, der Stufen bekommt. Dieser Außenbereich ist damit auch einmal als Bühne nutzbar.
Bild: Norbert Eibel

Zur Beruhigung der Gemüter bleibt zuvorderst festzuhalten: Kostenmäßig liegt man im Soll. Auf 41,5 Millionen Euro sind die insgesamt sechs Gebäude und die Turnhalle veranschlagt, dazu kommen nochmals zwei Millionen Euro für das Erschließungsgrundstück. Der komplette Rohbau steht, 13,5 Millionen Euro seien dafür bislang verbaut worden, erläuterte Landkreis-Hochbauingenieur Max Knöferl zum Start. „Heuer stehen die Hauptarbeiten an, für die wir 18 Millionen begleichen müssen.“ 90 Prozent der Gewerke seien fest an Firmen vergeben.

Die Neuburger Musterschule passt sich in die Landschaft ein

Die Planer Andrada Bauer und Klaus Köstler der Arbeitsgemeinschaft Behnisch-Architekten-ALN (München/Landshut) führten dann über das gut vier Hektar große Areal. Die bebaute Grundfläche inklusive Sporthalle beträgt knapp 12.500 Quadratmeter. „Die neue Schule ist kein monolithisches Bauwerk. Das Wechselspiel aus Häusern und Landschaft passt sich der Topografie und der umgebenden Bebauung an“, erläuterte die Architektin. Die Fassaden werden im Wechselspiel mit Glas und Lärchenholzlattung verkleidet.

Das Baufeld ist in drei Hauptbereiche unterteilt: den Lehrerparkplatz mit 60 Stellplätzen, die Schulgebäude und auf dem obersten Niveau die Sporthalle. Das in Massivbauweise errichtete Schuldorf mit den sechs Lernhäusern erstreckt sich auf einer Länge von 500 Metern in Ost-West-Richtung und wird durch die Schulstraße, das Herz der Anlage, verbunden. Am Eingang liegt die zweigeschossige Aula, der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Ensembles mit Treppenaufgängen und Aufzug. Sie ist als Versammlungsstätte geplant.

Die Mitglieder des Kreistags und Landrat Peter von der Grün (3.v.l.) beim Ortstermin am Kreuter Weg. Mit dabei war auch Schulleiterin Sonja Kalisch (rechts).
Bild: Norbert Eibel

Die Schulstraße erschließt die sogenannten Lerncluster der einzelnen Jahrgangsstufen, die aus jeweils vier Klassenräumen mit zugeordneten Lernbereichen bestehen. Sie sind um einen Marktplatz angeordnet, einer Aktionsfläche mit hoher Aufenthaltsqualität, die in die tägliche pädagogische Arbeit miteinbezogen werden kann. Dort ist individuelles Lernen möglich, mit gemeinsamen Aktivitäten kann aber auch die Klassengemeinschaft gestärkt werden. Über den freien Plätzen ist die Decke für mehr Lichteinfall hochgeklappt, jedes der Pultdächer ist mit einer 60 Quadratmeter großen Fotovoltaik-Anlage bestückt.

Die Sporthalle mit den Maßen 27 mal 30 Meter und einer lichten Höhe von 7,10 Meter ist als klassische Zweifach-Turnhalle konzipiert. Daran schließt sich die Außenanlage mit Laufbahn, Weitsprunganlage, Hartplatz, Rasenspielfeld und Beachplatz an.

Die Neuburger Musterschule wird 2021 fertig sein

Das Erschließungsdreieck am unteren Ende ist die Schnittstelle zwischen Schulgelände und Verkehrsflächen. Dort befinden sich die Bushaltestelle und der An- und Abfahrtsbereich für Eltern. Direkt am Sehensander Weg gelegen schließt die Entwässerungsmulde, wo die Niederschläge gesammelt und gedrosselt in den Kanal weitergeleitet werden, das Grundstück ab.

Begeistert zeigte sich beim Rundgang Realschulleiterin Sonja Kalisch. „Wir können es kaum mehr erwarten. Es wird Zeit“, freut sie sich auf den Umzug von der Bahnhofsstraße an den Kreuter Weg. Ein wenig wird sich die Schulfamilie freilich noch gedulden müssen. „Mit der Unterführung an der B16 wird 2021 auch die Schule fertig. Das passt, dann können die Leute auch vernünftig zur Schule hinfahren“, blickte Hochbauingenieur Knöferl voraus.

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