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Ingolstadt

21.11.2017

Psychiatrie-Patient soll sein Zimmer in Brand gesetzt haben

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte am Montagabend ins Klinikum aus. In der Psychiatrie war ein Feuer ausgebrochen.
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Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte am Montagabend ins Klinikum aus. In der Psychiatrie war ein Feuer ausgebrochen.
Bild: Heinz Reiß

Wegen eines Feuers im Klinikum musste eine Station evakuiert werden. Schwer verletzt wurde niemand.

Ein 20-jähriger Patient einer geschlossenen Station hat am späten Montagabend im Zentrum für psychische Gesundheit am Klinikum Ingolstadt vermutlich vorsätzlich einen Brand verursacht. Wie die Polizei mitteilt, brach im Zimmer des Mannes um kurz nach 21 Uhr Feuer aus.

Mitarbeiter hatten das Feuer auf einem Kontrollmonitor der Station 35, einer geschlossenen Station, bemerkt und sofort die Rettungskräfte alarmiert. Neben der Berufsfeuerwehr rückten auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Mitte, Gerolfing und Gaimersheim an. Auch Mitarbeiter des Klinikums waren umgehend informiert worden und waren bald zur Stelle.

Die Löschkräfte bekamen den Brand schnell unter Kontrolle, die Station konnte rasch geräumt werden. Insgesamt konnten 18 Patienten ihre Zimmer sofort verlassen und wurden auf anderen Stationen untergebracht. Sechs weitere Patienten waren zunächst nicht auf ihren Zimmer, tauchten dann aber bald wieder auf und wurden ebenfalls in Sicherheit gebracht. Wann sie alle wieder zurückkehren können, ist noch unklar. Zwei von ihnen, eine 28- und eine 35-jährige Patientin, erlitten eine leichte Rauchvergiftung. Zudem wurde das Zimmer des Mannes durch den Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen, den materiellen Schaden schätzt die Polizei auf rund 25000 Euro.

Da sich der 20-Jährige in seinem Zimmer aufhielt, als das Feuer ausbrach, geriet der Mann schon bald ins Visier der Ermittler. Am Dienstagnachmittag wurde er nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Wegen der psychischen Erkrankung des Mannes hat der Richter jedoch keinen Haft-, sondern einen Unterbringungsbefehl erlassen. Das bedeutet, dass der Mann nicht in Untersuchungshaft kommt, sondern in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird. An welcher Stelle das Feuer genau ausgebrochen ist, ob der Mann tatsächlich seine Matratze angezündet hat, wie es anfangs hieß, müssen die Brandermittler noch klären.

Nach Auskunft eines Polizeisprechers gestalten sich die Arbeiten aber schwierig, da das gesamte Patientenzimmer schwer beschädigt ist. Ungeklärt ist auch noch eine andere Frage: Wie kam der Mann überhaupt innerhalb der geschlossenen Station an Feuer?

„Durch die schnelle Reaktion und den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Hilfe der Feuerwehren und Rettungskräfte, konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und Schlimmeres verhindert werden“, erklärte Klinikums-Geschäftsführer Andreas Tiete noch in der Nacht auf Dienstag. „Hierfür ganz herzlichen Dank!“

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