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Radeln in Neuburg: Besser geht immer – doch nicht einfach so

Kommentar Von Manfred Rinke
18.03.2021

Plus Eine entscheidende Verbesserung der gesamten Verkehrssituation in Neuburgs Innenstadt führt über eine zweite Donaubrücke. Dann könnte auch ein Einbahnstraßenring wieder ein Thema werden.

Es ist ein Genuss, ohne Frage. Wer gerne Rad fährt, dem kommen Städte wie beispielsweise Amsterdam oder Deutschlands Klimatestsieger unter den Großstädten Bremen wie das Paradies vor. Neben breiten Straßen breite, deutlich gekennzeichnete Wege für die Radfahrer – da kommt Freude auf. So etwas würden sich die Fahrradfahrer sicherlich nicht nur auch in Neuburg wünschen.

Wer seinen Blick hier aufs Ganze wirft, muss sich ehrlicherweise aber eingestehen, dass die Voraussetzungen nicht übertragbar sind. Durch die Innenstadt Neuburgs führen vorrangig schmalere Straßen, die ein angenehmes, entspanntes Gefühl beim Nebeneinander von Autos, Fahrradfahrern und Fußgängern kaum zulassen. Nicht schlecht geredet werden sollten allerdings die durchaus guten Verbindungen für Radler aus der Innenstadt hinaus.

Aber natürlich: Besser geht immer. Und ja: Da gehört endlich auch etwas Entscheidendes getan. Die vor 13 Jahren vor allem von den Freien Wählern verhinderte Fahrradbrücke im Westen, die auch für Rettungsfahrzeuge getaugt hätte, sollte abgespeckt für Radler und Fußgänger endlich realisiert werden – und idealerweise hinüber zur Schlösslwiese. Doch auch wenn es manch einer nicht hören möchte: Nicht allein deshalb, aber auch um in Neuburgs Innenstadt ein akzeptables, nachhaltiges Miteinander aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen, ist eine zweite Donaubrücke die Voraussetzung. Nur mit ihr und dann gezielten und konsequenten Maßnahmen für eine Verkehrsregelung durch die Innenstadt, lässt sich der Auto- und Lkw-Verkehr in Neuburg reduzieren. Und warum es unter diesen, dann neuen Voraussetzungen nicht tatsächlich auch mit einem Einbahnstraßenring probieren?

Dann wird es für Radfahrer zwar noch lange nicht so sein wie in Amsterdam oder Bremen. Aber Freude über ein vernünftiges Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer käme gewiss dennoch auf.

Lesen Sie dazu den Bericht "Es braucht mehr als ein gutes Fahrradklima in Neuburg" von Manfred Dittenhofer

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