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Neuburg

09.02.2015

Rasender Notarzt: Die Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft im Wortlaut

Notarzt Dr. Alexander Hatz (Mitte): "Der "rasende" Notarzt muss nun doch keine Strafe befürchten.
Bild: Daniela Fischer

"Der "rasende" Notarzt Dr. Alexander Hatz muss doch keine Strafe befürchten. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Hier die Erklärung im Wortlaut.

Notarzt Dr. Alexander Hatz sollte eigentlich 4500 Euro Strafe zahlen und für sechs Monate den Führerschein verlieren. Einen entsprechenden Strafbefehl hatte die Staatsanwaltschaft verhängt. Denn ein Autofahrer hatte sich von dem Mediziner, der mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz gefahren war, gefährdet gefühlt und den Notarzt angezeigt.

Heute wurde nun bekannt: Hatz muss doch keine Strafe befürchten. Nach massivem öffentlichen Protest wurde der Antrag auf einen Strafbefehl zurückgezogen. Hier die Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft München im Wortlaut:

"Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt nimmt den Strafbefehlsantrag gegen einen Notarzt zurück, der sich demnächst vor dem Amtsgericht Neuburg a.d. Donau wegen eines Überholvorgangs auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz zu verantworten gehabt hätte.

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Die nochmalige Überprüfung des Vorganges durch die Generalstaatsanwaltschaft München hat ergeben, dass der von der Polizeiinspektion Neuburg a.d. Donau aufgenommene Sachverhalt eine Verurteilung wegen Straßenverkehrsgefährdung nicht erwarten lässt.

Maßgeblich hierfür war die Schilderung der Einsatzfahrt durch den Notarzt, die erst nach Erlass des Strafbefehls bei Gericht eingegangen ist. In Abwägung der gebührenden Ausübung der Sonderrechte des Rettungsdienstes und der dabei gleichwohl gebotenen Rücksichtnahme auf die anderen Verkehrsteilnehmer lässt sich dem Notarzt gegenüber ein strafbarer Vorwurf nicht aufrechterhalten."

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