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Schrobenhausen

20.02.2020

Schon wieder mehr Unfälle im Süden des Landkreises

Die Zahl der Unfälle im Süden des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen hat erneut einen Höchststand erreicht. 
Bild: Florian-Sprenger, dpa (Symbolbild)

Im Bereich der PI Schrobenhausen haben sich 2019 fast 1100 Verkehrsunfälle ereignet. Die Zahl toppt den Höchststand des Vorjahres. Woran das liegt.

Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte – das ist die Bilanz der Verkehrsunfälle im Einzugsbereich der Schrobenhausener Polizei des vergangenen Jahres. 1092 mal hat es auf den Straßen im Süden des Landkreises gekracht – so oft wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. Das hat vor allem mit Wildunfällen zu tun.

Wie die Polizei Schrobenhausen mitteilt, kollidierten im vergangenen Jahr 449 Autofahrer mit Wildtieren. Mit einem Zuwachs von 11,4 Prozent handelt es sich auch hier um den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Am häufigsten ereignen sich diese Unfälle in den späten Abendstunden zwischen 19 und 23 Uhr sowie in der Früh zwischen 4 und 7 Uhr. Die meisten Kollisionen gab es mit Rehen (313 Unfälle), danach folgen Hasen (49), Wildschweine (24), Fuchs (22), Dachs (19) sowie sonstige Wildtiere (22).

Wie viele Menschen im vergangenen Jahr bei Unfällen gestorben sind

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden, von 154 auf 123 zurückgegangen. Schwer verletzt wurden im vergangenen Jahr 39 Menschen und damit fast genauso viele wie im Jahr zuvor (40).

Schon wieder mehr Unfälle im Süden des Landkreises

Bei drei Verkehrsunfällen haben im vergangenen Jahr vier Menschen ihr Leben verloren. Der erste Unfall ereignete sich im Januar, als ein Paketfahrer im Gemeindebereich Gachenbach einen Fußgänger auf der Fahrbahn erfasste. Im Juni kamen bei einem Frontalzusammenstoß auf der B13 im Gemeindebereich Karlskron gleich beide Unfallbeteiligte ums Leben. Bei einem weiteren tragischen Verkehrsunfall im November in der Nähe von Schrobenhausen wurde ein junger Mofafahrer übersehen und von einem Autofahrer frontal erfasst. In der Nachbetrachtung dieses Ereignisses zeigte sich, dass vielen Verkehrsteilnehmern gar nicht bekannt ist, dass ein Mofafahrer außerhalb geschlossener Ortschaften wählen darf, ob er auf einem Radweg oder auf der Straße fahren möchte. Dafür braucht es keine Beschilderung, wie sie oft gefordert wurde.

Die meisten Unfälle passieren wegen zu hoher Geschwindigkeit

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen der Fahrzeugführer Alkohol oder Drogen konsumiert hatte, ist in den vergangenen Jahren auf einem gleichbleibend hohen Niveau geblieben. Im vergangenen Jahr spielten laut Polizei Drogen eine größere Rolle. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass nicht nur aktuell zur Faschingszeit, sondern über das gesamte Jahr hinweg diesbezüglich vermehrt Kontrollen durchgeführt werden, „um solch Unbelehrbare aus dem Verkehr zu ziehen“, wie die Polizei schreibt.

Auch die Anzahl der Unfälle, bei denen Fahrzeugführer deutlich zu schnell unterwegs waren, hat im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Hauptunfallursache insbesondere bei Verkehrsunfällen, bei denen Menschen schwer verletzt werden, ist nach wie vor die nicht angepasste Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr wurden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen 220 Geschwindigkeitsmessungen seitens der Polizei durchgeführt. Bei 400 Fahrzeugführern war die gemessene Geschwindigkeit so hoch, dass sie eine Bußgeldanzeige erhielten. Bei 37 Verkehrsteilnehmern wiederum war die Geschwindigkeitsüberschreitung so massiv, dass sie ein Fahrverbot erhielten. Der schnellste Fahrzeugführer, der innerorts bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde, war mit 112 km/h unterwegs. Aber auch außerhalb geschlossener Ortschaften wurden häufig hohe Geschwindigkeitswerte festgestellt. So zeigte bei erlaubten 100 km/h bei einem Autofahrer das Messgerät einen Wert von 182 km/h.

Wo sich Unfälle im Süden des Landkreises häufen

Im Süden des Landkreises gibt es nach Informationen der Polizei aktuell nur noch einen neuralgischen Unfallpunkt. Es ist die bereits bekannte Kreuzung an der B300 an der Ausfahrt Mitterweg. Doch seit im November 2018 dort eine Ampel aufgestellt wurde, haben sich keine nennenswerten Unfälle mehr ereignet. Lediglich zwei kleine Auffahrunfälle ohne Personenschaden gab es an dieser Stelle.

Der Betreuungsbereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen umfasst acht Kommunen. Dazu gehören die Stadt Schrobenhausen und die Gemeinden Aresing, Berg im Gau, Brunnen, Gachenbach, Karlskron, Langenmosen und Waidhofen. (nr)

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