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Sind die Neuburger Stadtwerke auf dem Holzweg?

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Kommentar Von Manfred Rinke
16.11.2018

Viele Millionen Schulden, hohe Invetitionen, viel Personal: Jetzt unter sucht ein externes Wirtschaftsunternehmen den Eigenbetrieb.

Der Oberbürgermeister hat Recht wenn er sagt, dass es aufgrund der Gemengelage enorm schwierig ist, den Durchblick darüber zu bewahren, wie es um die Neuburger Stadtwerke letztlich bestellt ist. Das beste, was getan werden konnte – und vielleicht schon einige Jahre früher hätte passieren sollen – war die Einschaltung eines neutralen Büros, das den kommunalen Eigenbetrieb einmal genau unter die Lupe nimmt. Die Wirtschaftsprüfer von Rödl&Partner werden aufzeigen, ob die Stadtwerke auf dem Holzweg sind und geradewegs in den Ruin steuern – oder auch nicht.

Enorme Investitionen in das Nahwärmeprojekt sowie in die Strom- und Gasnetze ließen die Schulden der Stadtwerke auf 65 Millionen Euro steigen. Dem Bürger fielen vor allem die zahlreichen aufgerissenen Straßen auf, die teilweise jetzt noch nicht wieder hergestellt sind. Wer mit Stadtwerke-leiter Richard Kuttenreich spricht, wird am Ende des Gesprächs davon überzeugt sein, dass er den Energieversorger auf dem richtigen Kurs hält. Um die Zukunft zu sichern, würde er mit den hohen Investitionen, vor allen in den weiteren Ausbau des Nahwärmenetzes, fortfahren.

Kritiker des Stadtwerkeleiters werfen ihm dagegen vor, dass er damit den Betrieb an die Wand fährt. Die Zahl der Mitarbeiter sei eindeutig zu hoch, die enormen Investitionen kann sich Neuburg ganz einfach nicht mehr leisten.

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Mit ihrem unbefangenen Blick von außen können Rödl&Partner an dieser Stelle entscheidende Hilfestellung geben, um die auseinandergehende Sicht der Dinge einzuordnen. Ihre Ratschläge und die notwendigen Konsequenzen daraus sollten am Ende bestenfalls dafür sorgen, dass jeder Entscheider wieder den notwendigen Durchblick bekommt und den Weg kennt, den die Stadtwerke gehen. Ohne Kompromisse auf beiden Seiten wird dies naturgemäß nicht gehen.

Lesen sie dazu auch den Artikel "Stadtwerke stehen nicht vor dem Bankrott"

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