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Neuburg

03.10.2019

Stadttheater: Gelungener Start in die neue Spielsaison

Das Ensemble des „Neue Globe Theater“ überzeugte das Publikum im Neuburger Stadttheater mit seiner Darbietung des Stücks „Die Streiche des Scapin“. 
Bild: Elke Böcker

Das „Neue Globe Theater“ zeigt Molières Komödie „Die Streiche des Scapin“. Die Vorstellung begeistert das Publikum und macht Lust auf mehr.

Einen fantastischen Einstieg in die neue Saison des Neuburger Stadttheaters bescherte das „Neue Globe Theater“ den restlos begeisterten Zuschauern. Die – in eine molièrsche Rahmenhandlung eingebettete – kurzweilige Komödie „Die Streiche des Scapin“ belustigte das Publikum auf herrliche Weise und machte Lust auf mehr Theater.

Kilian Löttker, der als Molière und damit als Wanderbühnenchef in die Rolle des ungestümen Dieners „Scapin“ schlüpfte, schien die Rolle gleichsam auf den Leib geschrieben. Egal ob Szenen im Loop, Slapsticks ohne Unterbrechung oder schierer Blödsinn, Löttker steckte das ganze Haus mit seiner mitreißenden Spielfreude an. Molière hätte seine Freude gehabt.

Stadttheater Neuburg: Die Bühne wird zur fesselnden Welt

Unter der Regie von Kai Frederic Schrickel, der gleichzeitig noch überzeugend Géronte, einen etwas dümmlichen und geizigen Geschäftsmann spielte, der seinen Sohn klug verheiraten möchte, entstand auf der Bühne ein abwechslungsreiches und überaus komisches Verwirrspiel um Liebe, Heirat und Geld. Dabei konnten alle Mitglieder der bunten Theatertruppe Molières beziehungsweise des „Neuen Globe Theaters“ ihre komödiantischen Talente gekonnt in Szene setzen. Andreas Erfurth als geschäftstüchtiger Kaufmann Argante, Laurenz Wiegand als dessen ziemlich willenloser, aber grotesk komischer Sohn Oktave, Rike Joenig als eigenwillige Mademoiselle Molière bzw. herrlich verführerische Giacinta, Dierk Prawdzik als Gérontes Sohn Leandre beziehungsweise als Marquis und Theaterbesitzer und Petra Wolf als Léandres Geliebte lassen ihre Zuschauer kaum zum Atemholen kommen, so sehr wird die Bühne bei ihrem Auftritt zur fesselnden Welt.

Der Wechsel zwischen der Rahmenhandlung um die Schwierigkeiten der Wandertruppe Moliéres – mit gewollten aktuellen Bezügen – und der molièrschen Komödie sorgte unablässig für Tempo und Spannung. Die Ausstattung des Stückes von Hannah Hamburger - ein zeitgenössisches Bühnenbild, gut passend in Neuburgs wunderschönes Theater, und zauberhafte, fantasievolle Kostüme – verliehen der Inszenierung einen ganz besonderen Reiz. Man möchte gleich noch einmal hingehen!

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