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Verkehr

28.08.2020

Staustufe Bergheim: Ab Sonntag gibt es freie Fahrt

An der Augsburger Straße im Stadtteil Feldkirchen wird fleißig an einem neuen Gehweg gearbeitet. 2021 plant die Stadt die Sanierung der Trasse stadtauswärts.
Bild: Winfried Rein

Plus Die Bergheimer Spange ist neu asphaltiert worden. Aber die nächste Brückensperrung folgt sogleich. Die Stadt Neuburg eröffnet die Rampe im Graben und baut einen Kreisverkehr am Sehensander Weg. Was sich sonst noch tut.

Der Stau wird kleiner: Ab Sonntag kann der Verkehr wieder über die Bergheimer Donaubrücke rollen. Eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung bleibt allerdings bestehen. Dennoch dürften sich die Verkehrsströme von und nach Ingolstadt wieder besser verteilen. Die Fahrt vom Rieder Berg nach Neuburg-Mitte dauert nicht mehr 45 Minuten.

Die langen Autokolonnen nerven nicht nur die Pendler. Die Anlieger der Ingolstädter Straße können ein Lied vom massiven Verkehrsaufkommen singen. Eine Nord-Süd-Querung von Neuburg und umgekehrt ist nur über die Elisenbrücke möglich - ein Nadelöhr.

OB Gmehling: "Ohne eine zweite Donaubrücke ist eine Verkehrsentlastung in der Neuburger Innenstadt nicht möglich"

„Ohne zweite Donaubrücke ist eine Verkehrsentlastung der Innenstadt nicht möglich“, davon ist Oberbürgermeister Bernhard Gmehling überzeugt. Mittlerweile gibt es gute Nachrichten zum Stand der Brückenplanung. Die Vergabestelle der Regierung von Oberbayern habe signalisiert, dass die bestehende Detailplanung der Osttangente weiterverwendet werden dürfe, berichtet 3. Bürgermeister Peter Segeth. Damit verliere man trotz der Insolvenz des erstbeauftragten Ingenieurbüros kaum Zeit.

Die Brückenblockade in Bergheim geht, wie berichtet, auf Sanierungsarbeiten von Kraftwerksbetreiber Uniper zurück. Die Revision der Wehrfelder läuft weiter bis Weihnachten und letztlich bis zum Frühjahr 2021. Das zieht weitere Brückensperrungen nach sich.

Bei der Staustufe in Bergheim muss mit weiteren Sperrungen der Brücke gerechnet werden

„Den Ärger über Verkehrsstauungen kann ich nachvollziehen“, sagt Uniper-Pressesprecher Theodorus Reumschüssel, „aber wir tun alles, um die Sperrung auf das absolut Notwendigste zu beschränken.“ Es handle sich um die allererste Wehrfeldsanierung in Bergheim. Der Betriebsstart der Staustufe war vor 50 Jahren, „da muss eine Revision der Wehre mit kurzzeitigen Brückensperrungen einfach möglich sein.“

Das gewohnte Bild der vergangenen Tage: Der Verkehr staut sich bis zum Rieder Berg zurück. Ab Sonntag ist die Bergheimer Brücke wieder befahrbar.
Bild: Winfried Rein

Die nächste Vollsperre kommt am Freitag, 4. September, ab 8 Uhr, sie dauert bis Samstag gegen 17 Uhr. Danach braucht Uniper Wasserkraft die komplette Brücke ein weiteres Mal vom 30. November bis zum 5. Dezember sowie vom 14. bis zum 18. Dezember.

Ende September soll der Abschnitt zwischen Audi-Kreisel und Zeller Kreuzung neu asphaltiert werden

Die Asphaltierung der Bergheimer Spange ist seit Tagen abgeschlossen, die Firma Richard Schulz hat (auch am Wochenende) flott gearbeitet. Die gesperrte Brücke verhindert die vorzeitige Öffnung dieser Tangente, freie Fahrt gibt es wieder ab Sonntag. Der zweite Sanierungsabschnitt der Staatsstraße 2043 liegt zwischen Zeller Kreuzung und dem Audi-Kreisel bei Heinrichsheim. Das staatliche Straßenbauamt Ingolstadt will die Fahrbahn Ende September erneuern lassen und zur Umleitung auch die Alarmstraße – mittlerweile von der Stadt übernommen – heranziehen.

Das städtische Bauamt hat diesmal zum sommerlichen Verkehrschaos wenig beigetragen. Die Komplettsanierung der Ingolstädter Straße ist ins kommende Jahr verschoben worden, dann steht auch der Ausbau des Geh- und Radweges entlang der Augsburger Straße in Feldkirchen an. Der südliche Teil zwischen Backshop Schlegl, Juliusbrauerei und Bahnunterführung wird gerade gerichtet „und soll spätestens am Dienstag fertiggestellt sein“, rechnet Christoph Gastl vom Tiefbauamt der Stadt. Weil Kapazitäten freigeworden sind, will er heuer noch die Heugasse asphaltieren lassen. Die Stadtwerke haben dort Nahwärmeleitungen verlegt und die meisten Anwesen angeschlossen.

Die Brücke der B16-Überführung am Südpark zeigt schon ihre Konturen. Die neuen Verkehrsschleifen sollen spätestens im Herbst 2021 benutzbar sein.
Bild: Winfried Rein

Im Süden will das Tiefbauamt ferner den Sehensander Weg richten und in Höhe B 16-Zufahrt mit dem Bau eines Kreisverkehrs beginnen. Er nimmt unter anderem die neue Zubringerstraße vom Bahnhof her auf. Momentan verlegen die Stadtwerke Gas- und Wasserleitungen in Höhe der neuen Paul-Winter-Schule. Die äußere Münchener Straße bekommt südlich einen neuen Gehweg mit Zebrastreifen in Höhe der Esso-Tankstelle und nicht zuletzt soll Mitte September der neue Radweg mit Rampe im Stadtgraben freigeben werden.

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