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Karlshuld-Grasheim

17.11.2019

Theater: Die Liebe ist vergänglich...

Anstatt einer romantischen Hochzeitsnacht erwarten die Braut Marita ihr beschwipster Gatte, Vater, Schwiegervater und der Nachbar, die im ehelichen Bett munter weiterbechern. Ihre Mutter und die Schwiegermutter nerven zudem noch mit wohlgemeinten Ratschlägen.
Foto: Doris Bednarz

Die Theatergruppe des SV Grasheim spielt drei amüsante Einakter, die sich alle mit demselben Thema beschäftigen. Was die Zuschauer am meisten amüsiert hat.

Über die Liebe wird ja bekanntlich reichlich geschrieben, wenn sie vergeht umso mehr. Viele Gefühle waren bei allen drei Einaktern im Spiel, die sich die Theatergruppe des SV Grasheim 1948 für ihre aktuelle Aufführungen ausgesucht hatten. Vier Mal lockten die Abende zahlreiche Besucher zum Karmann nach Grasheim, die sich köstlich amüsierten und die Akteure mit viel Applaus belohnten.

Theaterstück: Mann oh Mann

Der notorische Lügner Anton Weber (Werner Hecht) hat eine zweiwöchige Kreuzfahrt nach Honolulu gewonnen. Bereits eine Woche nach dem Untergang der MS Quo vadis beantragt die fröhliche Witwe Hanna (Petra Fröhlich) die Auszahlung der zwei Millionen Euro hohen Lebensversicherung. Der Schwindel des abgängigen Ehemanns fliegt auf, als die Versicherungsagentin Gwendolyn Meier (Anna Dittenhauser) Hanna über die Existenz der Gattin Nummer zwei (Kerstin Märtl) informiert und die Auszahlung verweigert. Als Trudi auf der Bildfläche erscheint, lästern beide über Anton, der „unordentlich war, seine benutzten Unterhosen im Bad hat liegen lassen, beim Essen schmatzte und den Joghurt mit der Zunge rausschleckte“. „Warum bist du nicht tot“, fragen beide enttäuscht den von Ehefrau Nummer drei kommenden Ehemann, nachdem sich beide entschlossen haben, die Versicherungssumme zu teilen. Daraus wird leider nichts, nachdem der Gatte den letzten Versicherungsbeitrag nicht bezahlt hat.

Theaterstück: „Schatz, wir müssen reden“

Der Satz „Schatz, wir müssen reden“ des braven Ehemanns Markus Jansen (Andreas Seitz) löst beim abendlichen Suppe essen eine schwere Ehekrise aus. Nach acht Jahren Ehe folgen diesem einen Satz eine Reihe von fatalen Verdächtigungen und kuriosen Verwechslungen. Die Situation eskaliert, schnell geht es um Trennung, Scheidung und wer den Hund bekommt, den das Paar gar nicht hat. Jeder dreht dem anderen das Wort im Mund um und die eifersüchtige Gattin Tina (Nicole Blank) vermutet nach einer neun Monate zurückliegenden Betriebsfeier eine Affäre ihres Mannes mit Arbeitskollegin Claudia, die bestimmt bald entbinden werde. Schließlich mischen sich auch noch Freunde (Sophia Zach und Philip Bertl) und die neugierige Nachbarin Gesine (Andrea Hecht) ein. Gesine hat Tina schon vor der Hochzeit gewarnt, nachdem Markus Vater „ein alter geiler Bock ist und der Apfel ja bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt“. Tina wird eine Affäre mit Hausmeister Schottenmeier angedichtet. Als sich Freundin und Nachbarin als „Kosmetikkoffer auf zwei Haxen“ und „Lady Mettwurst“ auf’s Übelste beschimpfen, fliegen alle raus und das Publikum wird ebenfalls aufgeklärt, dass Markus seiner Frau eigentlich nur sagen wollte, dass sie das Salz in der Suppe vergessen hat.

Theaterstück: Die Nacht der Nächte

Anstatt einer romantischen Hochzeitsnacht erwarten die Braut Marita (Marina Dittenhauser) ihr beschwipster Gatte Florian (Philipp Öxler), Vater, Schwiegervater und der Nachbar, die im ehelichen Bett munter weiterbechern. Mit von der Partie Braut- und Schwiegermutter, die sie neben einem liebestötenden Nachthemd auch noch mit dem Rezept der geliebten Gulaschsuppe versorgen. Der Gatte kritisiert ihre teuren und unbequemen Pumps „Birkenstock hätten es unter dem langen Kleid auch getan“. Die Lage spitzt sich zu, als die Mutter der Schwiegermutter vorrechnet, was sie auf der Hochzeitsfeier alles gegessen hat. Zum Schluss erfahren die Hochzeitsgesellschaft und das Publikum das süße Geheimnis sowohl des Brautpaares als auch der Brauteltern, deren Tochter ebenfalls ein „Sieben-Monats-Kind“ war.

Die unterhaltsamen Stücke unter der Regie von Gerhard Dittenhauser, Ferdinand Bockelt und Philipp Öxler sorgten für jede Menge Lacher und beste Unterhaltung. Die Maske lag in den Händen von Heidi Miesauer.

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