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Karlshuld

05.03.2021

Tödlicher Unfall: Landwirt in Grasheim unter Getreide verschüttet

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften musste heute in Grasheim zur Tat schreiten.
Foto: Andrea Hammerl

Im Karlshulder Ortsteil Grasheim wurde ein Landwirt unter Getreide verschüttet. Eine halbe Stunde dauerte es, bis der Mann freigeschaufelt war. Nun ist er gestorben.

Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei ist es am Donnerstagvormittag, 4. März, in einem landwirtschaftlichem Betrieb im Karlshulder Ortsteil Grasheim gekommen. Wie die Polizei erklärt, sei ein Landwirt unter Getreide verschüttet worden. Am Morgen danach wird bekannt: Der 64-Jährige ist am Abend seinen schweren Verletzungen erlegen und im Neuburger Krankenhaus gestorben.

Polizei meldet: Landwirt in Grasheim wird lebensgefährlich verletzt

Kurz nach 10 Uhr ging die Meldung bei der Integrierten Rettungsleitstelle ein, schreiben die Beamten in einem entsprechenden Bericht. Erste Rettungsversuche durch den 56-jährigen Hofbesitzer und einer weiteren auf dem Hof anwesenden Person brachten keinen Erfolg. Erst den eingesetzten Kräften der Feuerwehr Neuburg und Grasheim gelang es, den Verschütteten nach etwa einer halben Stunde freizuschaufeln. Unter laufender Reanimation wurde er anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Neuburg gebracht, wo er am Abend starb.

Mehrere Einsatzkräfte versuchten, dem verschütteten Mann in Grasheim zu helfen.
Foto: Andrea Hammerl

Bei dem Mann handelt es sich um einen 64-Jährigen aus Grasheim. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte er zusammen mit dem Hofbesitzer Getreide aus einem Getreidespeicher in einer Halle des Hofes für den Transport zur Mühle vorbereiten. Bei den Arbeiten kam auch ein Gabelstapler zum Einsatz, mit dessen Hilfe die beiden Männer das Getreide aus dem Silo ablassen wollten. Bei diesem Vorgang brach eine Seitenwand des Getreidespeichers. In kürzester Zeit liefen mehrere Tonnen Getreide unkontrolliert heraus und begruben den 64-Jährigen unter sich. Der Hofbesitzer blieb unverletzt.

Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, lässt sich derzeit noch nicht einschätzen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die weitere Sachbearbeitung übernommen und wird bei der Klärung des genauen Unfallhergangs von einem Gutachter der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft unterstützt. (nr)

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