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Vereinsarbeit

28.12.2020

„Totila“ hat einen neuen Stammesführer

Michael Polzin hat die Leitung des Fördervereins des Pfadfinderstammes TotilaKarlshuld übernommen.
Bild: Hammerl

Förderkreis des Pfadfinderstammes in Karlshuld wird nun von Michael Polzin angeführt. Was sich beim 128 Mitglieder starken Verein im abgelaufenen Jahr getan hat – oder Corona-bedingt auch nicht

Reibungsloser Vorstandswechsel beim Förderkreis der Pfadfinder vom Stamm Totila in Karlshuld: Michael Polzin (31) hat den Vorsitz von Matthias Geisler übernommen. Ebenso einstimmig wurde Teresa Hammer zu seiner Stellvertreterin gewählt, Tobias Stelzer ist neuer Kassier. Alle drei sind erfahrene Pfadfinder und frühere Sippen- und/oder Stammesführer. Der Wechsel ist bereits vor zwei Jahren geplant worden, als Michael Polzin als Neumitglied sofort zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden war. Er sieht eine gute Basis für den Verein und freut sich auf die Arbeit mit seinem eingespielten Team, das bereits im Pfadfinderstamm gemeinsam Verantwortung trug.

Gewählt wurde während der online abgehaltenen Jahresversammlung via Videokonferenz, an der elf der 128 Mitglieder teilgenommen haben – eine mit den Vorjahren vergleichbare Resonanz. „Das hat super geklappt“, findet Geisler, Corona bringe es mit sich, dass mehr Menschen mit Online-Tools umzugehen lernten. Dass nach zehn Jahren als Vorsitzender Schluss sein sollte, hatte Geisler rechtzeitig kommuniziert und die Weichen gestellt. „Es hat Spaß gemacht und ich bin froh, dass es runde zehn Jahre geworden sind“, sagt der scheidende Vorsitzende, „ich hatte ein tolles Team“.

Damit meint er vor allem den bisherigen Kassier Stephan Morasch, „die Säule des Vorstands“, aber auch Schriftführer und Bus-Wart Jürgen Jörg, der als einziger des bisherigen Vorstandsteams weitermacht. Er kümmert sich um den Pfadfinder-Bus, dessen Verleih, Wartung und Sponsoring. „Was er leistet, ist unbezahlbar“, lobt Geisler. Sein Jahresbericht blieb übersichtlich, da coronabedingt nicht viel los war im Verein. Den zwölf Sponsoren des Busses wurde angeboten, die Jahresgebühr für die Werbeaufkleber zu stunden, weil es sich überwiegend um kleinere örtliche Geschäfte handele, die unter der Krise stark gelitten hätten. „Drei haben trotzdem bezahlt“, freut er sich, „vor allem aber haben wir keinen Sponsor verloren“. Im neuen Vereinsjahr will Polzin vermehrt auf Sponsorenwerbung Wert legen. Denn der Pfadi-Bus hat noch Werbeflächen frei. Benötigt wurde er heuer nur für 3000 statt 10.000 bis 12.000 Kilometer. Den Pfadfindern wurde eine neue Jurte mitfinanziert.

Gefreut hat sich Geisler darüber, dass sie ihre wertvolle Jugendarbeit trotz der Einschränkungen fortgeführt und wenigstens im Sommer ein Stammeslager im Neuburger Schwaighölzl unter besonderen Hygieneauflagen und Abstandsregeln angeboten haben. „Die Stammesführung ist sehr rührig, sie haben das Beste daraus gemacht“, lobt Geisler die junge Mannschaft. Die ist durch die im Oktober gewählten Stammesführer Tobias Ordosch und Sandra Schnell vertreten. Sie berichtet von der Neujahrsparty, der Winterfreizeit in einer Umweltstation im Allgäu, Gruppenstunden nur noch im Freien mit Abstand, dann eingestellten Aktivitäten, ausgefallenem Pfingst- und Landeslager. Das habe viel Motivation gebracht, sagt Schnell, das Stammesthing im Freien wurde durch Regen verkürzt, vieles fand dann digital statt. Insgesamt zog sie eine positive Bilanz, es sei besser gelaufen als erwartet, neue Wege seien beschritten worden. Im nächsten Sommer soll die Großfahrt nach Rumänien führen, die Elterninformation läuft digital. „Das ist klasse, man sieht, der Stamm funktioniert trotz Pandemie“, sagt Geisler.

In den 18 Jahren seines Bestehens hat der Förderverein insgesamt rund 121.300 Euro für Ersatzbeschaffung, Unterhalt, Instandsetzung und Tankkosten des Pfadfinder-Busses ausgegeben, dazu rund 15.500 Euro für sonstiges Pfadfinder-Material wie Zelte inklusive Zubehör, Küchenausstattung und Werkzeug.

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