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Wirtschaft

20.08.2020

Trotz spürbarer Einbrüche herrscht bei Bauer Zuversicht

Die HafenCity Hamburg ist das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas. Den Abschluss bildet der 244 Meter hohe Elbtower, für den Bauer den mit 111 Metern bis dato tiefsten Bohrpfahl Deutschlands hergestellt hat.
Bild: Bauer AG

Der Konzern mit Sitz in Schrobenhausen spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor allem in den Segmenten Bau und Maschinen. Die Prognose für 2020 hat Bauer wegen der unsicheren Lage zurückgenommen

Die Bauer Gruppe spürt die Corona-Pandemie. Die Folgen: ein deutlicher Leistungs- und Ergebnisrückgang. Die Maschinenkunden, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Stomberg in einer Pressemitteilung, würden deutlich zurückhaltender investieren. Außerdem erschweren die verschiedenen landesspezifischen Bestimmungen sowie die weltweiten Reisebeschränkungen die Projektabwicklung im Baugeschäft.

Die Bauer AG meldet im ersten Halbjahr einen Rückgang der Gesamtkonzernleistung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 12,8 Prozent von 831,6 auf 725 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse haben sich um 13 Prozent auf 648,5 Millionen Euro verringert und der operative Gewinn im ersten Halbjahr (EBIT) lag mit 6,5 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (35,3). Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns war deutlich negativ und betrug minus 16 Millionen Euro (Vorjahr minus 0,4).

Der Auftragsbestand im Konzern ist dagegen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 25,1 Prozent sehr deutlich gestiegen und hat sich auch gegenüber dem Jahresende 2019 um 24,1 Prozent auf 1275,7 Millionen Euro erhöht.

Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources und dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ist der Konzern mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Insgesamt war das Segment Bau besonders im zweiten Quartal deutlich von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, während im ersten Quartal noch auf den meisten Baustellen gearbeitet werden konnte. In zahlreichen Ländern herrschten Ausgangs- sowie Reisebeschränkungen, was die Baustellenlogistik und Ausstattung mit Geräten, Material und Personal erschwerte.

Das Segment Maschinen ist aktuell am deutlichsten von der Investitionszurückhaltung der Kunden betroffen. Dies zeigte sich vor allem im zweiten Quartal. Am Hauptstandort Schrobenhausen wurde deshalb die Produktion heruntergefahren und entsprechend mit Kurzarbeit reagiert. Positiv zeigt sich das Geschäft in China, wo bereits seit April wieder eine gute Auftragslage herrscht.

Das Segment Resources war im ersten Halbjahr wenig von der Corona-Pandemie beeinflusst. Für das zweite Halbjahr zeichnen sich jedoch auch hier Einflüsse auf die Märkte durch die Corona-Pandemie ab. Das Umweltgeschäft verlief gut, ebenso das Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien.

Der Konzern arbeitet intensiv an den in den vergangenen Jahren angestoßenen Reorganisationsmaßnahmen. „Äußere Faktoren wie die Pandemie können wir wenig beeinflussen, wir müssen sie beobachten und entsprechend flexibel reagieren“, sagt Stomberg. „Wir arbeiten aber weiter konsequent an den Themen, die wir beeinflussen können.“

Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren Jahresverlauf hat die Bauer AG nach Prüfung der Hochrechnungen die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Es sei nicht verlässlich abzusehen, heißt es in der Mitteilung, wie sich die Pandemie auf die weitere Bautätigkeit in der Welt sowie auf die Nachfrage der Kunden nach Maschinen und damit letztlich auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung auswirken werde. Daher sei es dem Vorstand nicht möglich, eine belastbare Planung zu erstellen und folglich eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben.

„Insgesamt sind wir aber zuversichtlich, dass es gelingen wird, die negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Konzern durch die vielen eingeleiteten Maßnahmen gut beschränken zu können“, so Stromberg. (nr)

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