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Kindertheater

06.11.2019

Von Mäusen und Raupen

Olivia Wendt spielt ganz entzückend im Kinderstück „Die kleine Raupe“ in der Werkstatt des Ingolstädter Stadttheaters.
Foto: Ritchie Herbert

Olivia Wendt und Benjamin Dami bieten diese und jene Köstlichkeiten in der Ingolstädter Werkstatt

Unter dem etwas umständlichen Obertitel „Ein Zwei-in-Einem-Theaternachmittag für Familien“ firmiert das neueste Projekt der rührigen Abteilung Junges Theater in der Werkstatt des Stadttheaters. Das Besondere: Es werden zwei Kurzeinakter gegeben, in der Pause dazwischen gibt es eine feine, süße Köstlichkeit samt Saft – kostenlos. Dass Papa, Mama, Oma oder Opa dabei sind, ist im Kindertheater selbstverständlich, zumal wenn es, wie im vorliegenden Fall, für Racker ab drei Jahren gedacht ist.

Gespielt wird zuerst „Frederick die Maus“, ein Stücklein von Leo Lionni. Da erzählt Benjamin Dami, der so wunderbar kindlich und kindisch schauspielern kann, in Puppenspiel-Manier von einer Feldmäuse-Familie, die fleißig Futter sammelt für die Überwinterung. Nur ein Mäuserich macht dabei nicht mit. Er häuft andere Überlebensmittel an - im Kopf: Farben und Wörter zum Beispiel. Die Ausstatterin Silvia Benedito hält alles in Weiß außer den grauen, großäugigen Mäuschen und ein paar grünen und gelben Pflänzchen in hügeliger Fantasielandschaft.

Hat Olivia Wendt, auch sie ein Publikumsliebling im Jungen Theater, im ersten Teil Regie geführt, so wechselt sie nach der Pause als Schauspielerin in die Rolle der „Kleinen Raupe“ nach dem Kultbuch des Amerikaners Eric Carle. Für die Inszenierung zeichnet nun Johanna Landsberg. Manuela Weilgunis Bühnenbild, ein raffiniert konstruiertes buntes Röhrengehäuse, und die Kostümgestaltung von Johanna Rehm sind bestens. Schlichtweg entzückend aber: Olivia Wendt als das Tierchen, das sich gierig schmatzend vollfressen, immer dicker werden muss, um nach der Verpuppung zu einem wunderschönen Schmetterling zu werden. Beide Stücke begleitet subtil akzentuierend an Klavier, Pauke und auch mal mit Mundgeräuschen Jan Roth.

Der Beifall von Groß und Klein war bei der Premiere geradezu euphorisch. Weitere Aufführungen sind am 23. November sowie 21. und 23. Dezember. (nr)

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