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Neuburg

21.01.2020

Wahlkampf: Podiumsdiskussion im Jugendzentrum

Im Jugendzentrum gibt es eine Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten in Neuburg.
Foto: Christof Paulus

Die Kandidaten für die Wahl zum Neuburger Oberbürgermeister stellen sich den Fragen Jugendlicher. In den vergangenen Monaten wurden Jugendliche politisch immer aktiver.

Es klingt selbstverständlich, aber ist es nicht: Wählen erst mit 18. Denn wenn in wenigen Wochen die Neuburger, Ehekirchener oder Karlshulder einen neuen Rathauschef wählen, wären viele junge Menschen sicher ausnahmsweise froh, nicht in Bayern zu leben. Denn in fast allen anderen Bundesländern dürfen 16- und 17-Jährige bereits wählen. Die Podiumsdiskussion am 7. Februar im Jugendzentrum soll bewirken, dass ihre Stimme auch in Neuburg gehört wird. Für die Älteren unter den Jugendlichen, die am 15. März zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl ihre Stimme abgeben dürfen, bietet die Veranstaltung zugleich eine andere Gelegenheit: Sie können sich ein Bild von den Kandidaten machen, um sich für einen entscheiden zu können.

Der 14-jährige Gianni Rubin und die 17-jährige Nina Vogel werden die Veranstaltung moderieren. Rubin war bis vor rund einem Jahr Mitglied im Neuburger Jugendparlament, Vogel ist eine der Organisatorinnen der „Fridays-for-Future“-Demonstrationen. Sie konfrontieren die Kandidaten mit den Fragen, die Jugendliche in Neuburg beschäftigen, sagt Guido Büttner, der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Neuburg. Dieser veranstaltet die Diskussion gemeinsam mit dem Jugendzentrum.

Jugendliche konfrontieren OB-Kandidaten in Neuburg mit ihren Forderungen

Unterstützung erhalten sie von den Offenen Hilfen Neuburg, eine Einrichtung, die Menschen mit Behinderungen hilft. Diese hatte bereits im Oktober die Ausstellung „Zukunft auf Augenhöhe“ organisiert, bei der Neuburger Jugendliche ihre Wünsche und Forderungen äußern konnten. Auch mit den Ergebnissen dieser Veranstaltung sollen die Kandidaten konfrontiert werden. „Dabei geht es um viele verschiedene Themen“, sagt Büttner. „Sie reichen von Jugendpflegern in den Gemeinden bis zu Änderungen im Nahverkehr.“

Bereits vor sechs Jahren zur vergangenen Kommunalwahl gab es eine ähnliche Veranstaltung im Jugendzentrum. Sie ist eine von drei Podiumsdiskussionen anlässlich der Wahl in Neuburg, so lädt auch die Neuburger Rundschau am 12. Februar die Kandidaten ins Kolpinghaus. Genau wie bei der Veranstaltung im Jugendzentrum haben sich alle sieben Kandidaten als Teilnehmer angekündigt. Bei Frank Thonig von der Wählerinitiative Wind und Gabriele Käsler der Partei „Die Partei“ ist allerdings noch offen, ob diese ausreichend Unterschriften sammeln können, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Um den Kandidaten näherkommen zu können, sollen diese zu Beginn des Abends über ihre eigene Jugendzeit sprechen, erzählen, was sie beschäftigt hat, aber auch ihr Lieblingslied zur damaligen Zeit beschreiben. Im Anschluss an die Fragerunde der Moderatoren kann das Publikum Fragen stellen. Im Vorfeld sammeln die Veranstalter außerdem Fragen, die Jugendliche auf der Facebook- und Instagram-Seite des Jugendzentrums stellen können. Für die Teilnehmer wird sofort sichtbar sein, wie gut sie beim Publikum ankommen. Zunächst vor, im Anschluss auch nach der Fragerunde wird es eine Abstimmung geben, bei der die Zuschauer die Kandidaten unmittelbar bewerten können. (cup)

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