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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

06.07.2010

Wald zum Anfassen

Einen richtig großen Schwärmer konnte Jolina mit ihren Klassenkameraden beim Walderlebnistag mit einer Becherlupe fangen. Foto: Rössler
Bild: Rössler

Neuburg Wie sieht eine Wildschweinsuhle aus? Warum bleibt eine Klette an der Kleidung hängen? Oder wieso kann man niemals einen Tannenzapfen finden? Diese und viele weitere Fragen wurden den Drittklässlern der Grundschule Burgheim und der Grundschule Englischer Garten gestern beim Erlebnistag im Wald des Studienseminars beantwortet. Das Amt für Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen organisierte den Tag in der Natur, bei dem die Schüler nicht nur Fragen rund um den Wald klärten, sondern diesen einmal mit allen Sinnen erlebten. Für den ganz besonderen Blick auf den Wald erhielt jede der Klassen zu Beginn ihrer Forstführung zwei Becherlupen. Die kleinen Tiere, wie Heuschrecken, Frösche und Libellen, die mit der Becherlupe gefangen werden konnten, hatten vergrößert eine faszinierende Wirkung auf die Schüler. Mit ebenso viel Elan stürzten sich die Schulkinder auf die verschiedenen Spiele, bei denen eine Klasse, in zwei Gruppen geteilt, gegeneinander antrat. Wettkämpfe wie der Zapfen-Zielwurf oder das Holzturmbauspiel forderten den Kindern sehr viel Geschick ab. Bei dem Ratespiel hingegen mussten sie ihr Wissen über die Bäume und deren Früchte unter Beweis stellen. Allein auf den Gehörsinn konnten sich die Spieler beim Reh-Luchs-Spiel verlassen. Ein Schüler, das Reh, musste dabei versuchen, mit verbundenen Augen seine Klassenkameraden auszumachen. Diese waren die Luchse und versuchten sich möglichst leise an das Reh anzupirschen.

Am Ende des ereignisreichen Vormittags, der vor allem darauf abzielt, Kindern den Naturraum Wald näher zu bringen und ihnen dabei zu zeigen, wie wenig es eigentlich braucht, um die Welt zu entdecken, wurde den Grundschülern vom Neuburger und Burgheimer Bürgermeister eine kleine Brotzeit spendiert.

Zu Hause konnten die kleinen Forscher mit Sicherheit so einiges erzählen, zum Beispiel, dass Wildschweine sich zum Schutz gegen Parasiten im Schlamm suhlen, Kletten ihre Samen verbreiten, indem sie sich mit Widerhaken an Tierfelle heften und Tannenzapfen immer nach oben wachsen und nur Fichtenzapfen auf den Boden fallen.

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